WADA-Gründungspräsident
Pound verteidigt WADA im Russland-Fall gegen Kritik

Montreal (dpa) - WADA-Gründungspräsident Richard Pound hat die Welt-Anti-Doping-Agentur gegen die weltweite Kritik wegen ihres Vorgehens im Fall Russland verteidigt.

Montag, 07.01.2019, 11:58 Uhr aktualisiert: 07.01.2019, 12:00 Uhr
Richard Pound war erster Präsident der Welt-Doping-Agentur WADA.
Richard Pound war erster Präsident der Welt-Doping-Agentur WADA. Foto: Sven Hoppe

«Ein Großteil der Reaktion auf die Ablehnung des Zugangs zu den Doping-Daten im Moskauer Analyselabor nach Ablauf der von der WADA-Exekutivkomitee gesetzten Frist, hat alle Elemente eines Lynch-Mobs», schrieb der Kanadier in einem am 7. Januar veröffentlichten Beitrag für den Branchendienst «Insidethegames».

Viele von ihnen seien mit dem Thema nicht vertraut genug, um solche «schrägen Ansichten» zu haben - und noch mehr «haben sich nicht die Mühe gemacht, sich zu informieren», so Pound.

Nach dreijähriger Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA als Folge der Aufdeckung des flächendeckenden und staatlich unterstützten Sportbetrugs in dem Land hatte die WADA im September die Sperre mit Auflagen aufgehoben. Die Bedingungen für das endgültige Ende des Banns waren der Zugang zu den Daten im Moskauer Labor bis zum 31. Dezember 2018, den Russland bisher nicht gewährt hat, und die Analyse der dort lagernden Doping-Proben bis zum 30. Juni 2019.

Eine unabhängige Prüfkommission der WADA wird entscheiden, ob die RUSADA wieder gesperrt wird oder nicht.

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