Frage & Antwort
DFB gefordert: Regionalliga-Reform sorgt für heiße Debatten

Auf dem Bundestag im September 2019 will der Deutsche Fußball-Bund die im Vorjahr angeschobene Regionalliga-Reform verabschieden. Doch ein Konsens ist derzeit nicht in Sicht.

Donnerstag, 06.12.2018, 14:47 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 14:50 Uhr
Der Deutsche Fußball-Bund befasst sich am 7. Dezember mit der Regionalliga-Reform.
Der Deutsche Fußball-Bund befasst sich am 7. Dezember mit der Regionalliga-Reform. Foto: Hendrik Schmidt

Frankfurt/Main (dpa) - Die geplante Regionalliga-Reform erhitzt seit Monaten die Gemüter. Am 7. Dezember beschäftigt sich das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes auf seiner Sitzung in Frankfurt mit dem heiklen Thema. Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet im Vorfeld die wichtigsten Fragen dazu.

Wie gliedert sich die Regionalliga?

Seit der Einführung der 3. Liga zur Saison 2008/09 ist die Regionalliga die vierthöchste Spielklasse im deutschen Fußball. Zunächst wurde in drei Staffeln gespielt, seit 2012 in fünf: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern.

Wie sieht die Aufstiegsregelung aus?

Bis zum Ende der vorigen Saison gab es drei Aufsteiger, die in Playoff-Spielen zwischen den fünf Staffelsiegern und dem Zweiten aus dem Südwesten ermittelt wurden. Weil dadurch jedes Jahr mindestens zwei Staffelsieger nicht aufsteigen konnten, forderten die Regionalligavereine eine Reform. Der DFB beschloss deshalb auf seinem Bundestag 2017, die Anzahl der Regionalligen perspektivisch auf vier zu reduzieren. Um künftig allen Staffelsiegern den Aufstieg zu garantieren, soll gleichzeitig die Anzahl der Drittliga-Absteiger von drei auf vier erhöht werden. Dies gilt als Übergangslösung bereits für diese und die nächste Saison, in der jeweils drei Staffel-Erste aus der Regionalliga direkt aufsteigen und die übrigen zwei in Hin- und Rückspielen den vierten Aufsteiger ermitteln.

Wie kommt die Reform voran?

Nach Ansicht der Drittligisten überhaupt nicht, weshalb die 20 Vereine die Rückkehr zu lediglich drei Absteigern fordern und am vergangenen Wochenende eine geschlossene Protestaktion abhielten. Sie fürchten, dass es am Ende bei fünf Regionalliga-Staffeln bleibt und trotzdem vier Vereine aus der 3. Liga absteigen müssen. Eine dauerhafte Abstiegsplatz-Erhöhung wurde vom DFB bislang aber ganz klar an die Reduzierung der Regionalliga-Staffeln gekoppelt. Dies gestaltet sich jedoch wie erwartet äußerst schwierig. Der aktuelle Vorschlag einer Arbeitsgruppe, über den das Präsidium am Freitag beraten will, sieht eine Aufteilung der Clubs der Regionalligen Nord, Nordost und Bayern auf zwei Staffeln vor. Dies ist faktisch nur durch eine Zerschlagung des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) möglich, der sich deshalb dagegen wehrt.

Welche Alternativen gibt es?

Kommt es nicht zu einer Reduzierung, fordert der DFB von den Vertretern der Regionalligen Nord, Nordost und Bayern einen genauen Plan, wie künftig zwei Aufsteiger aus diesen drei Staffeln ermittelt werden sollen. Fest steht, dass die Regionalligen West und Südwest auf jeden Fall einen Direktaufsteiger stellen.

Wann soll die Entscheidung fallen?

Laut DFB-Präsident Reinhard Grindel soll bis zum Bundestag am 26./27. September 2019 eine mehrheitsfähige Lösung unter allen Dritt- und Viertligisten gefunden werden.

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