Radsport
Tony Martin: «Dopingkontrollen scheinen ausgesetzt»

Frankfurt/Main (dpa) - Die Coronavirus-Pandemie sorgt im Radsport nicht nur für eine Unterbrechung aller Wettbewerbe, sondern beeinträchtigt auch die Dopingkontrollen, erzählte Tony Martin bei «Sport im Osten» des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR).

Mittwoch, 08.04.2020, 14:10 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 14:12 Uhr
Erwartet, dass nach der Corona-Krise die Dopingkontrollen wieder anlaufen: Tony Martin.
Erwartet, dass nach der Corona-Krise die Dopingkontrollen wieder anlaufen: Tony Martin. Foto: Massimo Paolone/Lapresse.Lapress

«Was wir aber jetzt auch medial mitbekommen haben, scheint es schon so zu sein, dass die Dopingkontrollen jetzt erstmal ausgesetzt sind», sagte der 34-Jährige. Mit der derzeit sehr geringen Wahrscheinlichkeit einer Kontrolle «steigen natürlich auch die Probleme und Schwierigkeiten mit potenziellen Dopingsündern», fügte er an.

Bis Anfang Juni sind wegen der Corona-Krise alle Radrennen abgesagt, die Frühjahrsklassiker und der für Mai angesetzt Giro d'Italia sind zunächst einmal verschoben. Die Organisatoren der Tour de France (27. Juni bis 19. Juli) wehren sich derzeit noch gegen eine Verlegung oder Absage. Deutlich bevor es wieder losgehen kann, muss für Martin das System mit regelmäßigen Dopingkontrollen wieder angelaufen sein. «Das kann sich nicht ausschließen, das muss einfach so sein», sagte er.

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