Bahnrad-WM
Brennauer und Klein beenden in Pruszkow lange Durststrecke

Auf eine WM-Medaille in der Einerverfolgung musste der Bund Deutscher Radfahrer lange warten. In Lisa Brennauer und Lisa Klein fahren gleich zwei deutsche Frauen in Pruszkow zu Edelmetall.

Sonntag, 03.03.2019, 09:58 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 10:00 Uhr
Lisa Brennauer (l) und Lisa Klein (r) neben der neuen Weltmeisterin Ashlee Ankudinoff.
Lisa Brennauer (l) und Lisa Klein (r) neben der neuen Weltmeisterin Ashlee Ankudinoff. Foto: Czarek Sokolowski

Pruszkow (dpa) - Für den ganz großen Coup reichte es für Lisa Brennauer dann doch nicht.

Nach einem deutschen Rekord in der Qualifikation, musste sich die 30-Jährige aus Durach im Finale der 3000-Meter-Einerverfolgung bei der Bahnrad-WM im polnischen Pruszkow mit Platz zwei und damit der Silbermedaille zufrieden geben.

Mit einer Zeit von 3:29,243 Minuten war die Straßenzeitfahr-Weltmeisterin aus dem Jahr 2014 knapp vier Sekunden langsamer als die australische Siegerin Ashlee Ankudinoff. «Im ersten Moment war ich enttäuscht, dann habe ich gedacht: Vize-Weltmeisterin! Ich freue mich über den zweiten Platz. Ich musste im Finale etwas mehr Risiko gehen, das lief lange gut, aber nicht so wie in der Qualifikation. Der deutsche Rekord ist eine schöne Zugabe», bilanzierte Brennauer.

Im kleinen Finale konnte sich die Erfurterin Lisa Klein mit einer Zeit von 3:29,473 Minuten gegen die Neuseeländerin Kirstie James (3:34,188) durchsetzen und mit Bronze den vierten Wettkampftag für die deutschen Ausdauer-Frauen von Bundestrainer André Korff erfolgreich abrunden. «Ich bin total glücklich, immerhin ist es meine erste WM-Einzelmedaille», sagte Klein, die im vergangenen Jahr bei der Straßenrad-WM in Innsbruck mit ihrem Canyon-Sram-Renntall Gold holte.

Zugleich beendete das Duo eine lange Durststrecke: Zuletzt konnte Judith Arndt im Jahr 2000 mit Silber in Manchester für eine deutsche Frauen-Medaille in der Einerverfolgung sorgen.

Enttäuschend endete der vorletzte Tag der Titelkämpfe indes für Miriam Welte (Kaiserslautern). Als Titelverteidigerin gestartet musste sich die 32-Jährige im 500-Meter-Zeitfahren mit einer Zeit von 33,431 Sekunden mit Platz vier begnügen. Gold ging an die Russin Daria Schmelewa (33,012). Olena Starikowa (Ukraine/33,307) und Kaarle McCulloch (Australien/33,419) holten Silber und Bronze. «Mir ging es nicht gut. Ich hatte Kreislaufprobleme. Trotzdem habe ich gekämpft. Leider war nicht mehr drin», konstatierte Welte.

Die erst 19 Jahre alte WM-Debütantin Lea Sophie Friedrich (Dassow) wurde mit einer Zeit von 33,997 Sekunden als zweitbeste deutsche Starterin Siebte. Pauline Grabosch (Erfurt) verpasste indes das Finale.

Vor dem Schlusstag stehen beim BDR damit fünfmal Edelmetall zu Buche. Europameister Domenic Weinstein (Villingen-Schwenningen) hatte am Freitag Silber in der 4000-Meter-Einerverfolgung geholt. Zuvor hatten bereits Welte und Emma Hinze (Cottbus) im Teamsprint sowie Stefan Bötticher (Chemnitz) im Keirin jeweils Bronze gewonnen.

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