Coronavirus-Pandemie
Monaco-Gastspiel abgesagt: Auch im Mai kein Formel-1-Rennen

Die neue Formel-1-Saison beginnt frühestens im Juni. Der Weltverband verschob auch die Rennen im Mai auf vorerst unbestimmte Zeit. In Monaco wird in diesem Jahr gar nicht mehr gefahren.

Donnerstag, 19.03.2020, 20:24 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 20:26 Uhr
In diesem Jahr wird es kein Formel-1-Rennen in Monaco geben.
In diesem Jahr wird es kein Formel-1-Rennen in Monaco geben. Foto: David Davies

Monte Carlo (dpa) - Die Formel 1 wird vom Coronavirus immer stärker ausgebremst und muss in diesem Jahr auch auf den Klassiker in Monaco verzichten.

Die Veranstalter des Grand Prix in Monte Carlo teilten mit, wegen des großen Aufwands für das Rennen sei eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt des Jahres «unter keinen Umständen möglich». Zuvor hatten der Weltverband Fia und die Rennserie erklärt, neben den ebenfalls für Mai geplanten WM-Läufen in den Niederlanden und in Spanien auch das Rennen in Monaco verlegen zu wollen.

Dies aber kommt für den Automobilclub des Fürstentums nicht infrage. Eigentlich sollte der traditionsreiche Grand Prix am 24. Mai gefahren werden. Noch vor wenigen Tagen hatten die Organisatoren versichert, an diesem Termin für das Stadtrennen festhalten zu wollen. Zuletzt hatte es im Jahr 1954 kein Formel-1-Gastspiel in Monaco gegeben. 2021 will die Königsklasse des Motorsports nach Monte Carlo zurückkehren, wie es in einem Tweet der Rennserie am Abend hieß.

Zunächst nur verschoben sind das Rennen im niederländischen Zandvoort, das am 3. Mai stattfinden sollte, und der eigentlich für den 10. Mai angesetzte Auftritt in Barcelona. Die Formel 1 und die Fia hoffen nun, dass die Saison «nach dem Mai» beginnen könne, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Ziel der Kalender-Änderungen sei es, die Gesundheit und Sicherheit der reisenden Angestellten der Teams und der Fans zu gewährleisten.

In der vergangenen Woche war der Saisonstart in Melbourne kurzfristig abgesagt worden, nachdem es einen Coronavirus-Fall beim britischen Rennstall McLaren gab. Danach waren auch die Grand Prix in Bahrain und Vietnam auf einen noch unbestimmten Zeitpunkt verschoben worden. Das als vierter WM-Lauf geplante Rennen in China war wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Epidemie in dem Land bereits vorher verlegt worden.

Ursprünglich sollten in diesem Jahr 22 Grand Prix gefahren werden, das wäre ein Rekord gewesen. Die Formel 1 und die Fia prüfen nun neue Kalendervorschläge. Ziel sind dem Vernehmen nach mindestens 17 Rennen. Dafür wurde auch die für August geplante Sommerpause auf März/April vorgezogen. Sebastian Vettels Ferrari-Team startete bereits in die Werksferien.

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