IAAF-Resolution
Russischer Leichtathletik-Verband bleibt suspendiert

Doha (dpa) - Der Kongress des Leichtathletik-Weltverbandes hat sich für eine Fortsetzung der Suspendierung des russischen Verbandes RUSAF ausgesprochen. Eine entsprechende Resolution wurde in Doha/Katar, zwei Tage vor dem Beginn der WM, mit 164:30 Stimmen verabschiedet.

Mittwoch, 25.09.2019, 10:04 Uhr aktualisiert: 25.09.2019, 10:08 Uhr
Der russische Leichtathletik-Verband bleibt suspendiert.
Der russische Leichtathletik-Verband bleibt suspendiert. Foto: Jan Woitas

Das IAAF-Council wurde zugleich beauftragt, «von Zeit zu Zeit» über eine mögliche Aufhebung zu entscheiden. Russland ist nach Publikwerden des Staatsdoping-Skandals von der IAAF seit November 2015 gesperrt.

Der Leiter der Russland Task Force der IAAF, Rune Andersen, hatte mehrere Gründe für die Fortsetzung des Bannes genannt. In Russland sollen Trainer, die im Zuge des Doping-Skandals gesperrt wurden, weiter Athleten betreuen. Zudem habe laut Andersen die «Athletics Integrity Unit» der IAAF ebenfalls Hinweise gefunden, dass die zunächst der Welt-Anti-Doping-Agentur ausgehändigten und an die AIU weitergegebenen Doping-Daten und -Proben aus dem Moskauer Analyselabor manipuliert worden sein könnten. Die WADA hat Russland eine Frist eingeräumt, binnen drei Wochen auf diese Vorwürfe zu antworten.

Ein weiterer gewichtiger Grund für die IAAF-Verlängerung der Suspendierung ist, dass der russische Hochspringer Danil Lissenko in Gesprächen mit der AIU mitgeteilt hat, dass hochrangige Funktionäre der RUSAF an der Vertuschung einer positiven Doping-Probe von ihm beteiligt gewesen sein sollen. Dieser Verdacht werde geprüft.

Bei der WM in Doha sind 30 russische Leichtathleten gemeldet, die unter neutraler Flagge antreten.

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