Handball-EM
DHB-Teamarzt über Kopftreffer: «Ernstzunehmendes Problem»

Trondheim (dpa) - Die Kopftreffer beim EM-Auftaktspiel der deutschen Handballer sollten nach Ansicht von DHB-Teamarzt Kurt Steuer nicht unterschätzt werden.

Freitag, 10.01.2020, 13:10 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 13:14 Uhr
Der niederländische Torhüter Bart Ravensbergen wurde gegen Deutschland am Kopf getroffen.
Der niederländische Torhüter Bart Ravensbergen wurde gegen Deutschland am Kopf getroffen. Foto: Robert Michael

Beim 34:23-Auftaktsieg gegen die Niederlande hatte Kapitän Uwe Gensheimer den niederländischen Keeper Bart Ravensbergen per Siebenmeter am Kopf erwischt, zum anderen war ZDF-Moderator Yorck Polus beim Aufwärmen der deutschen Mannschaft vom Ball getroffen worden.

«Grundsätzlich mache ich mir um den Journalisten sowie auch um den Torhüter keine Sorgen - wenn man das ernst nimmt und beide auch entsprechend gecheckt wurden», sagte Steuer der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. «Denn Schädel-Hirn-Traumata sind ein ernstzunehmendes Problem, was nicht neu ist, das in den letzten zwei Jahren aber zumindest etwas mehr in die Öffentlichkeit geraten ist.»

Grundsätzlich sieht der Mediziner aus Bonn vor allem Torhüter gefährdet. «Der Torhüter ist im Handballsport derjenige, der mit großem Abstand die meisten Kopftreffer bekommt. Wovor die Torhüter aber am meisten Sorge haben, sind die Treffer, die sie nicht kommen sehen, wenn also etwa ein Ball vom Pfosten an ihren Kopf prallt», sagte Steuer. «Wenn wir also den Kopftreffer des Journalisten nehmen, war dieser viel schwerer, weil er nicht damit gerechnet hatte.»

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