Europapokal
Siege für deutsches Handball-Trio - Nur Hannover patzt

Die deutschen Handball-Clubs agieren auf internationalem Parkett mit unterschiedlichem Erfolg. Drei Siege, eine Niederlage lautet die Wochenendbilanz in der Champions League und im EHF-Cup.

Sonntag, 24.02.2019, 19:09 Uhr
Füchse Berlin lassen im EHF-Pokal nichts anbrennen.
Füchse Berlin lassen im EHF-Pokal nichts anbrennen. Foto: Andreas Gora

Kiel (dpa) - Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Königsklasse den nächsten Zittersieg gelandet - und auch die Füchse Berlin und Rekordmeister THW Kiel bleiben international auf Erfolgskurs.

Nach dem 22:21 (9:11) bei HC PDD Zagreb hält der deutsche Handball-Meister aus Flensburg im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die K.o.-Phase in der Königsklasse alle Trümpfe in der Hand.

Kiel bezwang den dänischen Vertreter GOG Handbold locker mit 37:23 (19:10) und feierte damit in der Gruppenphase des EHF-Pokals ebenso den dritten Sieg wie Titelverteidiger Berlin mit dem 34:29 (15:16) beim spanischen Club BM Logroño. Die TSV Hannover-Burgdorf verlor dagegen in Ungarn bei Grundfos Tatabanya mit 25:28 (16:16) und muss nach der zweiten Niederlage um das Weiterkommen bangen.

Dank des knappen Erfolges rückte Flensburg in der Gruppe B mit 14:12 Punkten auf Rang drei vor und kann diesen schon mit einem Remis im Gruppenfinale gegen den Tabellenvierten HBC Nantes (13:13) am kommenden Mittwoch verteidigen. Damit würde die SG sicher einem drohenden deutschen Duell im Achtelfinale gegen Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen aus dem Weg gehen. Den Zittersieg in Zagreb sicherten in erster Linie der starke Torhüter Benjamin Buric und Topwerfer Hampus Wanne (9 Tore).

Der Nordrivale aus Kiel ließ im EHF-Cup-Topduell der Gruppe D gegen den Tabellenzweiten der dänischen Liga von Beginn an keine Zweifel am Erfolg aufkommen. Schon nach einer Viertelstunde lag der THW mit fünf Toren vorn, zur Pause betrug das Polster neun Treffer. Dank eines starken Niklas Landin im Tor wurde der Vorsprung nach dem Wechsel weiter ausgebaut. Beste Werfer für die Kieler (6:0 Punkte), die als Ausrichter des Final-Four-Turniers bei einem Gruppensieg direkt ins Halbfinale einziehen würden, waren die beiden Außen Niclas Ekberg mit zehn Toren und Rune Dahmke (9).

Der Cup-Verteidiger aus Berlin tat sich am Vortag in Spanien ohne den verletzten Nationalspieler Paul Drux lange schwer, ehe der Sieg feststand. «Wir haben nicht die Einstellung gefunden, der Torwart war nicht da, und wir haben viele technische Fehler gemacht», kritisierte Trainer Velimir Petkovic die Leistung in der ersten Halbzeit. Mit 6:0 Punkten führen die Füchse die Gruppe A vor dem letztjährigen Endspielgegner Saint-Raphael Var aus Frankreich (4:2) an. «Wir wissen aber, dass wir noch viel an uns arbeiten müssen», mahnte der Sportliche Leiter Volker Zerbe.

Das gilt noch mehr für Hannover. Nach der Niederlage in Tatabanya fielen die Niedersachsen in der Gruppe B mit 2:4 Punkten auf Rang drei hinter den Rivalen aus Ungarn (4:2) und Spitzenreiter RK Nexe (6:0) aus Kroatien zurück. Nationalspieler Kai Häfner, Weltmeister Morten Olsen und Timo Kastening trafen jeweils fünfmal.

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