Coronavirus-Pandemie
Premier League kritisiert Aufschiebung der Fan-Rückkehr

London (dpa) - Die Verantwortlichen der englischen Premier League haben die Ankündigung der britischen Regierung kritisiert, bis auf Weiteres doch keine Zuschauer bei Sportereignissen zuzulassen.

Dienstag, 22.09.2020, 18:40 Uhr aktualisiert: 22.09.2020, 18:42 Uhr
In der Premier League sind bis auf Weiteres keine Zuschauer zugelassen: Das leere Stadion von Brighton & Hove Albion.
In der Premier League sind bis auf Weiteres keine Zuschauer zugelassen: Das leere Stadion von Brighton & Hove Albion. Foto: Paul Childs/Nmc Pool

Zwar habe die Gesundheit der Nation weiterhin Vorrang, teilte die Liga mit, dennoch sei man über die Ankündigung der Regierung enttäuscht. Man sei überzeugt, dass Fans in Stadien «genauso sicher oder sogar noch sicherer sind als bei allen anderen derzeit erlaubten öffentlichen Aktivitäten». Das zeige sich auch in anderen europäischen Ligen.

Ursprünglich hatte die Regierung von Premierminister Boris Johnson geplant, ab 1. Oktober schrittweise mehr und mehr Zuschauer bei Sportveranstaltungen zuzulassen. In niedrigeren Ligen durften bereits testweise bis zu 1000 Zuschauer im Stadion dabei sein. Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen in Großbritannien kündigte die Regierung allerdings an, die Pläne vorerst zu stoppen.

Fußball sei nicht dasselbe ohne Fans, betonten die Verantwortlichen, und wirtschaftlich sei der Fußball ohne Fans nicht nachhaltig. In der vergangenen Saison hätten die Premier-League-Clubs Verluste in Höhe von 700 Millionen Pfund (ca. 760 Millionen Euro) erlitten, warnte die Premier League. «Das hat verheerende Auswirkungen auf die Vereine und ihre Gemeinden.»

© dpa-infocom, dpa:200922-99-666984/2

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