Ligue 1
Tuchel und PSG Meister - Mbappé will nicht zu Real wechseln

Dreimal hatte das Star-Ensemble von Thomas Tuchel seine Chance verpasst, im vierten Anlauf hat es nun endlich geklappt: PSG hat vorzeitig den Meistertitel geholt - und ein Starspieler der Pariser räumt mit Gerüchten auf.

Montag, 22.04.2019, 15:19 Uhr aktualisiert: 22.04.2019, 15:22 Uhr
Bleibt nach der Meisterschaft PSG treu: Weltmeister Kylian Mbappe (r).
Bleibt nach der Meisterschaft PSG treu: Weltmeister Kylian Mbappe (r). Foto: Michel Euler

Paris (dpa) - Echte Feierstimmung mochte nach dem abermaligen Meister-Coup von Paris Saint-Germain im Prinzenpark-Stadion nicht aufkommen. Auch Thomas Tuchel klang nach seinem ersten Fußball-Titel mit dem Hauptstadt-Club wenig euphorisch.

«Wir wissen, wie schwer es ist, Meister zu werden, vor allem so früh. Das ist eine ausgezeichnete Leistung», sagte der deutsche Trainer nach dem 3:1-Erfolg gegen AS Monaco. Aber es stimme, dass «keine Champion-Stimmung herrschte», räumte der 45-Jährige ein.

Der erste Meistertitel für Tuchel in seinem ersten Dienstjahr in Paris stand schon vor dem Anpfiff des Spiels gegen Monaco fest. Nach dem 0:0 von Verfolger Lille OSC beim FC Toulouse war klar, dass die Pariser fünf Spieltage vor Saisonende nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen sind und ihnen der insgesamt achte Meistertitel nicht mehr zu nehmen ist. «Ich war nach dem Lille-Spiel in Toulouse sehr glücklich, weil alle auf diesen Titel gewartet haben», sagte Tuchel. «Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitern und Spielern.»

In den vergangenen Wochen war der Weg zur sechsten Meisterschaft seit 2013 etwas holprig geworden, nachdem das millionenschwere Star-Ensemble die Ligue 1 dominiert hatte. Dreimal hatte das Team mit den deutschen Nationalspielern Julian Draxler und Thilo Kehrer zuletzt seine Chance auf den vorzeitigen Gewinn vergeben. «Es war in den letzten Wochen ein wenig schwierig. Es waren nur 14 Spieler bei uns», sagte Tuchel. «Wir haben in den letzten Wochen Energie verloren.»

Nun hat PSG schon einmal die erwartete Meisterschaft nach dem Aus im Achtelfinale der Champions League und im Ligapokal-Viertelfinale. Am Samstag könnte nun gegen Stade Rennes zum fünften Mal in Folge der Gewinn des französischen Pokals und damit zumindest das nationale Double folgen.

Hoffnungsträger ist dann auch wieder Weltmeister Kylian Mbappé. Gegen seinen ehemaligen Club aus Monaco erzielte der 20-Jährige alle drei Treffer und hat damit bereits 30 Saisontore auf dem Konto. Das schaffte in Frankreichs Liga zuletzt Jean-Pierre Papin in der Spielzeit 1989/90.

Der Topstürmer räumte auch mit Spekulationen auf, wonach er PSG in Richtung Real Madrid verlassen wolle. «Ich bin hier, ich bin Teil des Projekts», sagte der Fußball-Weltmeister nach dem Gewinn des Meistertitels im TV-Sender Canal Plus. Zuletzt hieß es, der neue Real-Trainer Zinédine Zidane wolle Mbappé zu den Königlichen locken. «Es ist gut für Real Madrid, wenn Zizou da ist, aber ich werde mir das nur als Bewunderer anschauen», sagte der Angreifer.

Die Pariser bejubelten zudem das Comeback des brasilianischen Superstars Neymar, der erstmals seit seiner Fußverletzung Ende Januar wieder auf dem Platz stand. Auch Ángel di María und Edinson Cavani kehrten nach ihren Verletzungspausen in den Kader zurück.

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