Viertelfinal-Aus
Pokal-Frust bei Manchester United

Die Erfolgsserie von Manchester Uniteds Coach Ole Gunnar Solskjaer ist vorbei. Seine Mannschaft enttäuscht im FA Cup und scheidet bei Aufsteiger Wolverhampton aus. Meister Manchester City entgeht knapp und äußerst glücklich einer noch größeren Blamage bei Swansea.

Sonntag, 17.03.2019, 13:31 Uhr aktualisiert: 17.03.2019, 13:34 Uhr
Manchester Uniteds Coach Ole Gunnar Solskjaer war nach dem Aus im Pokal-Viertelfinale bedient.
Manchester Uniteds Coach Ole Gunnar Solskjaer war nach dem Aus im Pokal-Viertelfinale bedient. Foto: Rui Vieira

London (dpa) - Ole Gunnar Solskjaer versuchte gar nicht erst, das Pokal-Aus von Manchester United schön zu reden.

«Das war heute unser schwächster Auftritt bisher», sagte der Interimscoach nach dem überraschenden 1:2 (0:0) im FA Cup beim Aufsteiger Wolverhampton Wanderers. Seiner Mannschaft habe «ziemlich viel» gefehlt, gab Solskjaer zu. «Das war ein großer Rückschritt.»

Das Viertelfinal-Aus war die zweite Niederlage in Folge für Man United nach zuvor 14 Siegen in 17 Pflichtspielen mit nur einer einzigen und im Nachhinein unbedeutenden Pleite - dem Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain. Erstmals, seit Solskjaer im Dezember beim englischen Fußball-Rekordmeister angeheuert hat, erlebt der Norweger so etwas wie eine Minikrise.

«Wir hatten einen tollen Lauf, und jetzt haben wir zwei Niederlagen», sagte er. Wolverhamptons Raul Jimenez (70. Minute) und Diogo Jota (76.) beendeten die Hoffnung auf einen Pokalerfolg. Das Anschlusstor von Marcus Rashford (90.+5) kam viel zu spät für Man United. «Es ist enttäuschend», haderte Solskjaer, wohlwissend, dass damit die aussichtsreichste Titelchance verloren ist. Denn im Viertelfinale der Königsklasse wird es gegen den übermächtig scheinenden FC Barcelona schwer.

Für Solskjaers Mannschaft ist die Priorität jetzt, in der Premier League einen Platz unter den ersten Vier zu sichern, um sich auch in der nächsten Saison für die Champions League zu qualifizieren. Seine Profis sollen die Länderspielpause nutzen, um dafür neue Kraft zu tanken. «Egal, was ihr macht», sagte er, «ob ihr freihabt oder mit der Nationalmannschaft spielt, kommt zurück mit einem großen Lächeln, mit viel Energie, und seid bereit für die Liga und die Königsklasse.»

180 Kilometer südwestlich von Wolverhamptons Molineux-Stadion entging Meister Manchester City nur knapp einer Blamage. Das Team von Trainer Pep Guardiola drehte einen 0:2-Pausenrückstand bei Zweitligist Swansea City und gewann umstritten mit 3:2 (0:2). «Das Unglaublichste ist, dass wir nach dem, was wir in der letzten Saison erreicht haben, immer noch in allen Wettbewerben dabei sind», sagte Guardiola.

Nach Bernardo Silvas (69.) Anschlusstor schoss Sergio Agüero einen Strafstoß an den Pfosten. Von dort sprang der Ball Swansea-Torwart Kristoffer Nordfeldt an den Rücken - Eigentor (78.). «Der Strafstoß war wirklich glücklich», gab Guardiola zu. Kurz darauf stand Agüero (88.) beim Siegtor leicht im Abseits. «Tut mir leid, dass es abseits war», sagte der Coach. «Ich verstehe nicht, warum der Videoassistent in dieser Stufe des Wettbewerbs nicht eingesetzt wird.»

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