Fußball
Von 1:4 bis 4:1: Die Italien-Duelle von Joachim Löw

Fußball-Deutschland redet und rätselt über sein Italien-Trauma. Auch Bundestrainer Joachim Löw hat bislang keine gute persönliche Bilanz gegen die Squadra Azzurra. Alles begann mit einer peinlichen Nacht in Florenz.

Freitag, 01.07.2016, 07:15 Uhr

Jochim Löws eigene Bilanz als Bundestrainer ist gegen Italien dürftig.
Jochim Löws eigene Bilanz als Bundestrainer ist gegen Italien dürftig. Foto: Arne Dedert

Bordeaux (dpa) - Bundestrainer Joachim Löw will von einem Italien-Komplex nichts wissen.

Seine Spieler könnten von der schlechten Historie unbelastet zum EM-Viertelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Samstag in Bordeaux gegen die Squadra Azzurra antreten. Löws eigene Bilanz gegen Italien ist aber auch dürftig. Erst im sechsten Anlauf gelang ein Sieg.

1. März 2006: Testspiel, 1:4

Deutschland bereitet sich auf seine Heim-WM vor und erlebt in Florenz ein Debakel. Co-Trainer Löw kann seinem Chef Jürgen Klinsman nicht helfen. Viel fehlte nicht, und das Duo hätte vor der WM gehen müssen.

4. Juli 2006: WM-Halbfinale, 0:2 n.V.

Deutschland feiert sein Sommermärchen. Doch Italien ist, wenn es drauf ankommt, wieder cleverer. Michael Ballack weint, Klinsmann geht wenig später und Löw übernimmt den Posten als Bundestrainer.

9. Februar 2011: Testspiel, 1:1

Die erste Partie gegen Italien für Löw als Chefcoach. Wie 2006 spielt man in Dortmund. Giuseppe Rossi verdirbt mit seinem späten Ausgleich den Prestigeerfolg. Mirsolav Klose hatte das deutsche 1:0 geschossen.

28. Juni 2012: EM-Halbfinale, 1:2

Das Trauma. Fußball-Deutschland denkt schon ans Finale gegen Spanien. Doch Italien gewinnt in Warschau das Taktik-Duell. Die Niederlage schmerzt Löw - und bringt ihm Erkenntnisse für den WM-Sieg 2014.

15. November 2013: Testspiel, 1:1

Der WM-Härtetest wird überschattet vom Kreuzbandriss von Sami Khedira. An diesem Abend in Mailand scheint das Turnier 2014 für den Mittelfeldmann unerreichbar. Das Remis wird zur Nebensache.

29. März 2016, Testspiel, 4:1

Die Befreiung. Drei Tage nach einem unnötige 2:3 gegen England vertreibt der höchste Sieg gegen Italien seit mehr als 76 Jahren aufkommende EM-Bedenken. Auch Löw tut dieser Sieg richtig gut.

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