Champions League
Mit «Respekt»: FC Bayern bereit für Chelsea

Was soll da eigentlich noch passieren? Nach einem 3:0 im Achtelfinal-Hinspiel will der FC Bayern den Einzug in das Finalturnier der Champions League perfekt machen. Chelsea müsste für das Weiterkommen ein erstmaliges Königsklassen-Kunststück schaffen.

Samstag, 08.08.2020, 07:17 Uhr aktualisiert: 08.08.2020, 13:26 Uhr
Mit Respekt und in guter Verfassung: Der FC Bayern München ist bereit für das Rückspiel gegen den FC Chelsea.
Mit Respekt und in guter Verfassung: Der FC Bayern München ist bereit für das Rückspiel gegen den FC Chelsea. Foto: M. Donato

München (dpa) - Nach dem Klang der Champions-League-Hymne haben sich die Stars des FC Bayern lange gesehnt. Mit dem heutigen Achtelfinal-Rückspiel (21.00 Uhr/Sky) gegen den FC Chelsea starten die Münchner in die Fortsetzung der Fußball-Königsklasse.

Nach dem 3:0 im Hinspiel vor der Corona-Zwangspause in London will der deutsche Fußball-Rekordmeister in der heimischen Arena die letzten Zweifel beseitigen. «Wir haben den notwendigen Respekt und haben gesehen, was Chelsea nach dem Re-Start für Leistungen gezeigt hat. Die waren gut», sagte Trainer Hansi Flick über den Premier-League-Vierten. «Wichtig ist, dass wir den notwendigen Respekt haben, gleichzeitig aber selbstbewusst in das Spiel gehen und uns unserer Stärken bewusst sind.»

Kapitän Manuel Neuer blickte schon dem Finalturnier vom 12. bis 23. August in Lissabon entgegen. «Wir sind sehr positiv, freuen uns auf das was kommt und sind in einer guten Verfassung», sagte der Nationaltorhüter.

PERSONAL: Der FC Bayern muss außer auf den verletzten Rechtsverteidiger Benjamin Pavard auch auf den angeschlagenen Kingsley Coman verzichten. Mit Ivan Perisic und Philippe Coutinho «haben wir für diese Position zwei Optionen», sagte Trainer Flick. «Bei Chelsea fallen noch mehr Spieler aus», erklärte Neuer. Kapitän César Azpilicueta und der frühere Dortmunder Stürmer Christian Pulisic fehlen den Blues unter anderem.

GEGNER: Der FC Chelsea braucht ein Fußball-Wunder. In der Geschichte der Champions League kam noch nie eine Mannschaft weiter, die das Hinspiel zu Hause mit drei Toren Differenz verloren hat. Trotzdem will der Champions-League-Sieger von 2012 noch einmal alles versuchen. «Wenn ich auf der Gegenseite wäre, würde ich denken, dass man nichts zu verlieren hat und nochmal alles in die Waagschale legt. Und genauso erwarten wir Chelsea», sagte Flick.

GELBSPERRE: Joshua Kimmich, der Pavard als Rechtsverteidiger ersetzt, und Thiago, der den Kimmich-Part im Mittelfeld übernimmt, müssen aufpassen. Eine weitere Gelbe Karte würde eine Sperre nach sich ziehen. Wenn sie nicht verwarnt werden, dürfen sie aufatmen: Die UEFA hat vor den Blitzturnieren in der Champions League und Europa League ihre Regel zu Gelb-Sperren geändert. Verwarnungen werden diesmal bereits nach dem Achtelfinale und nicht erst nach dem Viertelfinale gestrichen.

FINALERINNERUNGEN: Wenn der FC Chelsea in der Allianz Arena aufläuft, kommen unweigerlich Erinnerungen an das Champions-League-Finale von 2012 auf. Vor acht Jahren verloren die Münchner im Elfmeterschießen gegen die Blues. Bastian Schweinsteiger verschoss damals den entscheidenden Versuch vom Punkt. Aus dem aktuellen Bayern-Team liefen vor acht Jahren Neuer, Thomas Müller und Jérôme Boateng gegen die Mannschaft des früheren Kapitäns Frank Lampard auf.

FINALTURNIER: Wenn die Münchner das Ticket für Lissabon lösen, ist dort der Sieger des Duells FC Barcelona gegen SSC Neapel am 14. August der Gegner. Hier ist es nach einem 1:1 im Hinspiel spannend. Fest steht schon der Start von RB Leipzig. Die Sachsen treffen am 13. August auf Atlético Madrid.

© dpa-infocom, dpa:200807-99-86547/3

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