Champions League
Zweite BVB-Garde will sich gegen AS Monaco empfehlen

Auf diese Chance haben diverse BVB-Reservisten lange gewartet. Weil viele angeschlagene Profis fehlen, können sie sich im Champions-League-Gruppenfinale bei AS Monaco für weitere Einsätze empfehlen.

Dienstag, 11.12.2018, 07:22 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 20:00 Uhr
Abschlusstraining in Monaco: BVB-Trainer Lucien Favre (M) hat sich mit Borussia Dortmund bereits für das Achtelfinale qualifiziert.
Abschlusstraining in Monaco: BVB-Trainer Lucien Favre (M) hat sich mit Borussia Dortmund bereits für das Achtelfinale qualifiziert. Foto: Bernd Thissen

Monaco (dpa) - So viel Rotation gab es unter der Regie von Lucien Favre bisher nie. Nach kräftezehrenden Wochen verzichtete der Coach von Borussia Dortmund gleich auf diverse angeschlagene Profis.

Selbst die Leitwölfe Marco Reus und Axel Witsel sind heute beim Gruppenfinale in der Champions League bei AS Monaco nicht dabei. Das ist zu verschmerzen. Schließlich ist der Bundesliga-Primus bereits für das Achtelfinale qualifiziert. Doch auch mit der B-Elf will die Borussia die kleine Chance auf den Gruppensieg wahren. Die Fakten.

AUSGANGSLAGE: Mit dem 0:0 im vergangenen Heimspiel gegen Brügge ging die Tabellenführung verloren. Deshalb ist der BVB auf Schützenhilfe angewiesen. Verpasst Tabellenführer Atlético Madrid (12 Punkte) einen Sieg beim Dritten Brügge (5), könnte der BVB (10) mit einem Erfolg über das Schlusslicht Monaco (1) noch an den Spaniern vorbeiziehen. Der Vorteil: Als Gruppensieger trifft man im Achtelfinale auf einen vermeintlich leichteren Gegner und genießt im entscheidenden Rückspiel Heimrecht. «Darüber machen wir uns nicht so große Gedanken. Wenn du in der Champions League weit kommen willst, musst du jeden schlagen», sagte BVB-Torhüter Roman Bürki.

PERSONAL: Die Terminhatz der vergangenen Wochen macht sich bemerkbar. Mit Marco Reus, Lukasz Piszczek, Jacob Bruun Larsen, Thomas Delaney und Dan-Axel Zagadou fehlen gleich fünf angeschlagene Profis. Vielspieler Axel Witsel wird geschont, Jadon Sancho reiste wegen des Todes seiner Großmutter nach London. Längere Ausfälle sind jedoch nicht zu befürchten. Nicht auszuschließen, dass alle Fehlenden am Samstag im Bundesliga-Spiel gegen Bremen wieder zur Verfügung stehen. «In dieser Vielzahl mussten wir in dieser Saison noch keine Rotation vornehmen, aber einige Spieler sind angeschlagen und haben sich schon zuletzt durchgeschleppt», sagte Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung.

CHANCE: Angesichts der vielen fehlenden Profis erhalten diverse Reservisten die Möglichkeit, sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Erste Anwärter auf einen Platz in der Startelf sind Christian Pulisic, Mahmoud Dahoud, Maximilian Philipp und Julian Weigl. Zudem könnte Außenverteidiger Marcel Schmelzer nach wochenlanger Verletzungspause ein Comeback feiern. «Einige haben eine riesige Chance, wieder auf sich aufmerksam zu machen», kommentierte Kehl.

REAKTIONEN: Lucien Favre (BVB-Trainer): «Ich mache mir absolut keine Sorgen. Auch wenn ein paar Spieler fehlen, werden wir eine sehr, sehr gute Mannschaft haben. Wir wollen immer gewinnen.»

Abdou Diallo (BVB-Abwehrspieler): «Für mich ist es eine besondere Partie. Ich habe viele Jahre hier in Monaco gespielt. Aber mein erstes Ziel ist, zu einem Sieg für den BVB beizutragen. Dann werde ich diejenigen, die ich kenne, herzlich begrüßen.»

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