Champions League
Salzburgs Kampf um Königsklassen-Quali - «Anders auftreten»

Es ist der elfte Anlauf für Red Bull Salzburg, um sich endlich für die Champions League zu qualifizieren. Doch ausgerechnet im Hinspiel des Quali-Finales gegen Belgrad zeigen die Bullen ihre bislang schlechteste Saisonleistung.

Mittwoch, 22.08.2018, 11:32 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 22.08.2018, 11:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 22.08.2018, 11:32 Uhr
Trainer Marco Rose droht mit Red Bull Salzburg das Verpassen der Champions League.
Trainer Marco Rose droht mit Red Bull Salzburg das Verpassen der Champions League. Foto: Herbert Neubauer

Belgrad (dpa) - Red Bull Salzburg war fabelhaft in die Saison gestartet. Sieben Spiele, sieben Siege, dabei nur ein Gegentor. Doch nach dem torlosen Remis im Hinspiel des Quali-Finales zur Champions League gegen Roter Stern Belgrad ist schon wieder Zittern angesagt.

«Uns hat heute die Überzeugung gefehlt, es dem Gegner schwer zu machen und ihn gleichzeitig unter Druck zu setzen», sagte Salzburgs deutscher Trainer Marco Rose nach der Partie, die von beiden Teams teilweise wie ein Testspiel geführt wurde.

Es ist der elfte Anlauf der Salzburger, um es endlich einmal in die Gruppenphase der Champions League zu schaffen. Doch von Überzeugung war am Dienstagabend nicht viel zu sehen. Am Ende mussten sich die Bullen sogar noch bei ihrem Keeper Cican Stankovic bedanken, der mit guten Paraden das Unentschieden in Belgrad festhielt.

«Es war wirklich wie ein Geisterspiel. Alle wollten hinten sicher stehen und keinen Konter zulassen», sagte Rechtsverteidiger Stefan Lainer nach dem trostlosen Kick, der im eigentlich 55 000 Zuschauer fassenden Stadion Rajko Mitic vor leeren Rängen stattfand. Der 28-malige serbische Meister Belgrad war für rassistische Vorfälle bestraft worden. Die Geisterstimmung war für die Leistung beider Teams nicht wirklich zuträglich.

Dabei hätten beide Mannschaften mit viel Selbstvertrauen in diese so wichtige Partie gehen können. Während Salzburg auf den nahezu perfekten Saisonstart zurückblickt und die ersten Weichen schon in Richtung Verteidigung der österreichischen Meisterschaft gestellt hat, hat Belgrad seit Mitte März kein Pflichtspiel mehr verloren.

Doch von Champions-League-Leistung waren beide Gegner weit entfernt. In österreichischen Medien ist nach dem «enttäuschenden Gruselkick» bereits von der «Dosen-Allergie» der Königsklasse und dem Quali-Trauma zu lesen. «In Salzburg werden wir anders auftreten und voll auf Sieg spielen», versprach Verteidiger Lainer.

Sollten es die Salzburger am kommenden Mittwoch aus eigener Kraft nicht schaffen, Belgrad zu schlagen, könnten ausgerechnet die österreichischen Liga-Konkurrenten dem Serienmeister bei seinen Champions-League-Plänen helfen. Sollte Österreich den elften Platz in der UEFA-Fünfjahreswertung verteidigen, wäre ab der kommenden Saison der Meister der Alpenrepublik sicher für die Gruppenphase qualifiziert. In den vergangenen fünf Jahren sicherten sich stets die Salzburger den Titel. Bisher spricht wenig dagegen, dass sie das auch in der laufenden Saison schaffen.

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