Corona-Krise
Schiri Gräfe: Spielleitung «anspruchsvoller geworden»

Berlin (dpa) - Ein Fußball-Spiel ohne Zuschauer stellt Schiedsrichter Manuel Gräfe vor andere Herausforderungen.

Montag, 08.03.2021, 07:58 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 08:00 Uhr
Bundesliga-Schiedsrichter aus Berlin: Manuel Gräfe.
Bundesliga-Schiedsrichter aus Berlin: Manuel Gräfe. Foto: Daniel Reinhardt

«Die Spielleitung ist in Corona-Zeiten anspruchsvoller geworden», schrieb der 47-Jährige in einer Kolumne für den «kicker». «Die Heimteams verzichten ohne das Publikum im Rücken auf die eine oder andere Unsportlichkeit. Dafür testen die Auswärtsteams, denen aktuell kein Chor an Pfiffen begegnet, die Grenzen aus. Das Publikum fehlt den Teams als Multiplikator und als Korrektiv», schrieb Gräfe.

Einen Vorteil durch die fehlende Geräuschkulisse habe er nicht. «Dass es einem Schiedsrichter viel nützt, dass er jetzt jedes vermeintliche Foul hört, empfinde ich nicht so», schrieb Gräfe. «Nicht jeder Kontakt ist ein Foul. Bei abgefälschten Bällen, aus denen zum Beispiel Ecken resultieren, kann das Geräusch durchaus ein Hilfsmittel sein. Aber für mich ist maßgeblich, was ich sehe - nicht, was ich höre», schrieb der Berliner.

© dpa-infocom, dpa:210308-99-731271/2

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