Geschenkesystem
Wunschzettel erfüllen statt Geldstrafe bei RB Leipzig

Leipzig (dpa) - RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann hat beim Fußball-Bundesligisten ein neues Strafensystem eingeführt.

Dienstag, 01.12.2020, 13:50 Uhr aktualisiert: 01.12.2020, 13:54 Uhr
Julian Nagelsmann führte bei RB Leipzig ein neues Strafensystem ein.
Julian Nagelsmann führte bei RB Leipzig ein neues Strafensystem ein. Foto: Motivio/Thomas Eisenhuth

«Wir haben uns ein Geschenkesystem überlegt, das folgendermaßen funktioniert: Verstößt einer der Spieler gegen den Strafenkatalog und kommt beispielsweise zu spät zu einer Besprechung, muss er einen Wunschzettel ziehen. Auf den Wunschzetteln haben Mitarbeiter aus unserer Geschäftsstelle Wünsche bis zu einem gewissen Betrag notiert», sagte der 33-Jährige in einem Interview bei «Xing». Sein Vorgänger Ralf Rangnick hatte noch ein Rad genutzt, an dem Spieler zur Bestimmung der Strafe drehen mussten.

Nagelsmann selbst ziehe auch Wünsche. «Aber nicht als Strafe, sondern nach gewonnenen Spielen. Auf diese Weise stärken wir das innere Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein», sagte der Trainer. Bei Disziplinlosigkeiten setzt Nagelsmann auch schon mal auf Liebesentzug, zeige «die kalte Schulter und bin nicht so zugänglich wie sonst. Das fühlt sich erst mal nicht gut an - weder für mich noch für den Spieler -, aber nach einer Weile sucht der betroffene Spieler dann in der Regel ein klärendes Gespräch.»

© dpa-infocom, dpa:201201-99-530413/2

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