Corona-Krise
Bobic: Transfermarkt «kann ein irres Glücksspiel» werden

Frankfurt/Main (dpa) - Fredi Bobic rechnet mit «vielen arbeitslosen Spielern» durch die Coronavirus-Krise.

Samstag, 02.05.2020, 08:58 Uhr aktualisiert: 02.05.2020, 09:02 Uhr
Kann derzeit keine großen Personalplanungen anstellen: Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic.
Kann derzeit keine großen Personalplanungen anstellen: Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Foto: Tom Weller

«Der Transfermarkt wird voll von ihnen sein. Der Kuchen wird künftig wahrscheinlich um einiges kleiner sein», sagte der Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt der «Süddeutschen Zeitung». Deshalb würden viele Spieler jetzt «dankbar sein, wenn sie Verträge haben. Die Situation wird nicht mehr typischerweise die sein, dass der Spieler in der Super-Verhandlungsposition ist».

Die Kaderplanung bei den Hessen beschränke sich derzeit darauf, «das zu pflegen, was wir haben», sagte der Ex-Nationalspieler. «Aber alles geschieht unter dem Schirm der Fragen, die uns jetzt ständig begleiten: Spielen wir die Saison zu Ende? Gibt es noch mal einen Rückschlag? Wie entwickelt sich das Virus? Wann beginnt die neue Saison? Wann dürfen wieder Zuschauer ins Stadion? Woraus dann wieder andere Fragen entstehen: Welche Verträge mit Spielern müssten wir eigentlich jetzt verlängern? Können wir die überhaupt verlängern?»

Ein Spieler koste «jetzt vielleicht so viel Geld - aber im Herbst vielleicht viel weniger, weil die Preise immer weiter fallen», sagte Bobic. «Der Transfermarkt kann ein irres Glücksspiel werden. Keiner weiß, wie lang die Transferperiode für die nächste Saison dauern wird.» Viele nationale Verbände wüssten «zurzeit ja nicht mal, wann und ob überhaupt sie ihre Liga-Saison beenden dürfen».

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7392809?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819401%2F819514%2F819516%2F819518%2F
Nachrichten-Ticker