Chronik der Hallen-Stadtmeisterschaft
Initiative kam von Brukteria Rorup

Dülmen. 21 Mal hat die TSG Dülmen die Hallen-Stadtmeisterschaft der Fußballer gewonnen, zuletzt sehr erfolgreich waren die Sportfreunde Merfeld, die neun Mal als Sieger aus dem Turnier hervorgingen. Die Initative zu dem beliebten Hallen-Spektakel kam von Brukteria Rorup, genauer gesagt von Trainer Hannes Jakschik.

Donnerstag, 01.04.2021, 18:00 Uhr
Hannes Jakschik (l.) hatte die Idee zur Hallen-Stadtmeisterschaft der Fußballer. Die Veranstaltung ist heute noch sehr beliebt.
Hannes Jakschik (l.) hatte die Idee zur Hallen-Stadtmeisterschaft der Fußballer. Die Veranstaltung ist heute noch sehr beliebt. Foto: privat

Auf Initiative von Brukteria Rorup fand am Sonntag, 30. Dezember 1979, erstmals die Dülmener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball statt. Den Siegerpokal hatte die Stadtsparkasse Dülmen gestiftet. Der Reinerlös der Veranstaltung kam dem Sportplatz-Neubau in Rorup zugute. Der Verein musste 50.000 Mark an Eigenleistung aufbringen.

Genauer gesagt hatte Hannes Jakschik die Idee. Der heute 70-jährige Wulfener war seinerzeit Referendar am Clemens-Brentano-Gymnasium. Er wurde Trainer bei den Rorupern und hatte so ein verständliches Interesse, dass die Schwarz-Weißen eine vernünftige sportliche Heimat bekommen. Jakschik führte sein Team von der B-Liga in die Kreisliga A, dort etablierte er die Roruper.

Austragungsort der Hallen-Fußball-Stadtmeisterschaft war damals schon die Sporthalle des Schulzentrums, was auch nahe lag, da Jakschik dort unterrichtete. Gespielt wurde in den ersten beiden Jahren noch auf die kleineren Handballtore, weil es noch keine Hallen-Fußballtore in Dülmen gab.
Bei der Premiere schickte die TSG Dülmen nur eine Rumpfelf mit zwei Spielern der ersten Garnitur ins Rennen, sehr zum Unmut der Zuschauer. So zogen die Blau-Gelben, die als hoher Favorit gehandelt worden waren, nicht ins Endspiel ein.

Dort standen Gastgeber Brukteria Rorup und die DJK Dülmen. Die Roruper waren im Finale allerdings chancenlos und unterlagen deutlich mit 0:5. Torschützen im Finale für die DJK Dülmen waren: Heinz Einhaus, Udo Lindtner, Herbert Flotkötter, Karl-Heinz Flotkötter und Norbert Roters. Die Stadt Dülmen stiftete den Pokal für den besten Turnier-Torschützen. Den mussten sich Karl-Heinz und Herbert Flotkötter mit jeweils fünf Treffern teilen.

Von Beginn an waren die Ränge in der Halle gut gefüllt. Die Zuschauer strömten zum Budenzauber. Bei der Premiere zahlten Männer fünf Mark, Frauen und Jugendliche zwei Mark sowie Kinder noch eine Mark Eintritt. Weil die Veranstaltung so gut ankam, waren sich die acht Dülmener Fußballvereine recht schnell einig, den Stadtmeister jedes Jahr zu ermitteln. Im dritten Jahr gab Rorup den Staffelstab des Veranstalters erstmals weiter. So konnten dann auch die anderen Dülmener Clubs einen kleinen Gewinn für die Vereinskasse erwirtschaften.

(Eine Sonderseite mit allen Final-Ergebnissen sowie weiteren Anekdoten rund um die Hallen-Stadtmeisterschaft bringt die DZ in der Oster-Printausgabe sowie im E-Paper.)

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