Öffnung der Sportanlagen
In Dülmen wird Regelung nicht überall umgesetzt

Dülmen. Das Ende des Stillstands auf Sportanlagen naht: Der Landessportbund NRW begrüßt die Ankündigung der Landesregierung, dass ab Montag, 22. Februar, Sportanlagen unter freiem Himmel grundsätzlich wieder geöffnet werden können. Allerdings dürfen sie nur von Einzelpersonen oder zu Zweit genutzt werden; größere Gruppen dürfen nur aus einem Hausstand gebildet werden. In Dülmen wird diese Regelung nicht sofort überall umgesetzt.

Sonntag, 21.02.2021, 17:33 Uhr aktualisiert: 21.02.2021, 17:40 Uhr
Die Skateanlage in Buldern bleibt vorerst noch geschlossen. Die DJK Adler Buldern will die weitere Entwicklung abwarten.
Die Skateanlage in Buldern bleibt vorerst noch geschlossen. Die DJK Adler Buldern will die weitere Entwicklung abwarten. Foto: wüb

„Das ist ein ganz wichtiger erster Schritt“, verdeutlicht LSB-Präsident Stefan Klett. „Endlich werden diese Bewegungsräume, die besonders Kinder und Jugendliche so dringend brauchen, wieder zugänglich gemacht. Wir appellieren besonders an die Kommunen, dies nun auch rasch umzusetzen.“

In Dülmen wird diese Regelung aber nicht überall sofort greifen. Adler Buldern will zum Beispiel die Sportanlage an der Gewerbestraße sowie den nahegelegenen Skatepark noch geschlossen halten und die Entwicklung in dieser Woche abwarten. „Fünf Meter Mindestabstand einhalten zu müssen ist zuviel“, sagt Adler-Vorsitzender Andreas Albring.

Boule wird ab Montag, 22. Februar,  wieder auf der Anlage des TC Rot-Weiß Dülmen am Grenzweg gespielt. Die Tennisspieler hingegen müssen sich noch ein paar Tage gedulden, wie Rot-Weiß-Pressesprecher Günther Overbeck auf DZ-Anfrage berichtet. „Die Plätze werden erst Anfang März hergerichtet. Dazu brauchen wir eine Fachfirma. Das bekommen wir so schnell vertraglich jetzt auch nicht umgesetzt.“ Zudem sei ja gar nicht absehbar gewesen, dass sich das Wetter und die rechtlichen Gegebenheiten so rasant entwickeln.

Der Landessportbund NRW fordert weitergehende Planungen und verweist auf sein bereits Anfang Februar vorgelegtes Stufenmodell. „Die jetzt beschlossenen Öffnungen bedeuten lediglich eine Angleichung an das, was in anderen Bundesländern bislang schon möglich war. Wir fordern die Landesregierung erneut auf, gemeinsam mit uns ein Stufenmodell zu erarbeiten, das sich an landesweiten Inzidenzwerten orientiert, aber auch Faktoren wie Nachverfolgbarkeit berücksichtigt“, so LSB-Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Niessen. „Sportvereine bieten feste Angebote an festen Orten mit festen Gruppen zu festen Zeiten. Sie bieten damit deutlich mehr Sicherheit als diffuse Begegnungsräume im Verkehr, in Geschäften oder im beruflichen Umfeld der Menschen.“

Das Update der Coronaschutzverordnung gibt es im Internet: https://tinyurl.com/wqowzki8

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