Dächer der Sporthallen werden sicherheitshalber vom Schnee befreit
Lockdown ist einmal positiv

Dülmen. Endlich können die Sportler dem Corona-Lockdown mal etwas positives abgewinnen. Das große Schneeschippen auf den Plätzen entfällt und auch die Hallen konnten problemlos gesperrt und die Dächer von den Schneemassen befreit werden.

Mittwoch, 10.02.2021, 18:15 Uhr aktualisiert: 10.02.2021, 18:20 Uhr
Dächer der Sporthallen werden sicherheitshalber vom Schnee befreit: Lockdown ist einmal positiv
Endlich bringt der Lockdown den Sportlern einen Vorteil. Der Schnee kann auf den Plätzen liegen bleiben, die Vereine müssen sich keine Sorge um ihre Kunstrasenplätze, das Bild zeigt den Platz in Buldern, machen. Foto: privat

Spätestens seit dem Einsturz des Hallendaches einer Eishalle in Bad Reichenhall im Januar 2006 sorgen Schneemassen auch immer für einen Blick auf die Dächer der Sporthallen. Im November 2005 hatte der Schneefall auch in Dülmen Dächer beschädigt, die in der Folge saniert werden mussten.

Hallen waren sicherheitshalber gesperrt

Und so sind auch aktuell die Blicke nach oben gerichtet. „Sämtliche städtische Sporthallen sind direkt am Montag vorsorglich gesperrt worden. Die Abteilung Hochbau hat die Dächer dann überprüft“, berichtet Stadtsprecher André Siemes auf DZ-Anfrage. Die Hallen, auf denen eine erhöhte Schneelast festgestellt wurde, blieben weiter geschlossen. Fachfirmen sind derzeit vor Ort und tragen den Schnee ab.

Bis Mittwochmittag waren noch drei Hallen gesperrt. Nämlich die der Grundschule Rorup, die kleine Turnhalle in Buldern sowie die Turnhalle der AKE-Schule. Spätestens heute soll auch hier der Schnee vom Dach geräumt sein beziehungsweise im Fall der AKE-Schule eine Überprüfung durch eine Fachfirma stattfinden. „Eine akute Einsturzgefahr gab es übrigens bei keiner Halle“, berichtet Siemes weiter.

Die Statik sei auf allen Dächern so ausgelegt, dass sie die üblichen anfallenden Schneelasten tragen könnten. Bei den Schneefällen der vergangenen Tage sei es durch Schneeverwehungen aber punktuell zu größeren Anhäufungen gekommen, die vorsorglich beseitigt wurden.

Schnee bleibt auf den Plätzen liegen

Die Sportplätze präsentieren sich aktuell als große, weiße Fläche. Und tatsächlich können die Sportler in diesen Tagen dem Lockdown etwas abgewinnen. „Normalerweise hieß es jetzt: Alle Mann an die Schüppe und freimachen“, sagt Hansi Meincke, Stadionwart bei der TSG Dülmen. So können die Plätze in aller Ruhe die Wintertage überdauern.

„Auf dem Rasen würde man jetzt noch mehr kaputt machen“, so Meincke. Und auch der Kunstrasen kann den Schnee vertragen. Hier würde ein Betreten ebenfalls für mehr Schaden sorgen, wenn die künstlichen Halme abbrechen würden.

„Bei dem Wetter darf da keiner drauf gehen. Aber das ist im aktuellen Lockdown ja auch kein Problem“, sagt Andreas Albring, Vorsitzender von Adler Buldern. So kann auch in Buldern der Schnee auf dem Platz erst einmal liegen bleiben.

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