Interview mit Claudia Hypki, Vorsitzende beim TV Dülmen
Die Solidarität ist groß

Dülmen. Bislang ist der TV Dülmen, einer der größten Sportvereine der Stadt, gut durch die Corona-Krise gekommen. Das liege auch an der Solidarität der Sportler und Mitglieder, freut sich Claudia Hypki, Vorsitzende des TV, im großen DZ-Interview.

Sonntag, 07.02.2021, 12:24 Uhr aktualisiert: 07.02.2021, 12:28 Uhr
Die Pickleball-Spieler des TV Dülmen waren im Sommer, als es die Corona-Schutzverordnung noch zuließ, ins Sportzentrum Süd ausgewichen. TV-Vorsitzende Claudia Hypki schätzt die Solidarität unter den Sportlern bei einem der größten Sportvereine in Dülmen.
Die Pickleball-Spieler des TV Dülmen waren im Sommer, als es die Corona-Schutzverordnung noch zuließ, ins Sportzentrum Süd ausgewichen. TV-Vorsitzende Claudia Hypki schätzt die Solidarität unter den Sportlern bei einem der größten Sportvereine in Dülmen. Foto: privat

Seit elf Monaten stecken die Vereine in der Corona-Krise. Mit kleinen Unterbrechungen können Sie ihr Angebot nur eingeschränkt, oder wie im Moment, fast gar nicht anbieten. Es gibt nur noch Online-Angebote. Was das für einen Sportverein bedeutet, welche Auswirkungen zu befürchten sind, darüber unterhielt sich DZ-Sportredakteur Jürgen Primus mit Claudia Hypki, der Vorsitzenden des TV Dülmen.

Hallo Frau Hypki, wie geht es Ihnen persönlich im Lockdown und in der Corona-Pandemie?
Claudia Hypki: Meine Familie hat den Lockdown bisher sehr gut überstanden. Mein Mann und ich konnten weiterhin unserer Arbeit nachgehen und die Kinder sind weitestgehend mit Homeschooling, Home-Studium und Ausbildung mit Home-Office und -Schooling zuhause. Der größte Unterschied ist, dass die sozialen Kontakte außerhalb der Arbeit wegfallen - keine Abend- oder Wochenendveranstaltungen mehr. Das ist für unseren Haushalt sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, allerdings auch sehr entschleunigend. Wie wahrscheinlich in vielen Familien, war der Keller noch nie so aufgeräumt und die Gesellschaftsspiele schon lange nicht mehr so oft gespielt, wie in den letzten Wochen.

Der TV Dülmen ist einer der größten Vereine in Dülmen. Spüren Sie die Auswirkungen des Virus besonders hart?
Claudia Hypki: Bisher haben unsere Mitglieder dem TV die Treue gehalten. Dafür bedanken wir uns als Vorstand ganz besonders. Natürlich können wir - wie alle anderen Sportvereine auch - unseren Sportbetrieb während des Lockdowns nicht in gewohnter Form fortführen. Im Fitness- und Tanzbereich haben wir Online-Angebote, die über Videokonferenz organisiert sind. Damit können wir zumindest einen Teil unserer Sportler erreichen, aber natürlich nicht annähernd so viele wie sonst. Die Kündigungen zum Jahresende waren im normalen Rahmen. Leider gab es wegen des Lockdowns quasi keine Neuanmeldungen, so dass unsere Mitgliederzahlen zur Zeit leicht rückläufig sind. Es sind trotzdem immer noch fast 1100 Sportler und ca. 300 Rehasportler, die darauf warten, dass es wieder losgehen kann. Darüber hinaus haben wir eine Videobotschaft für die Mitglieder aufgenommen, die per Newsletter verteilt wird und auf der Homepage zu sehen ist.

Leiden alle Abteilungen gleichermaßen?
Claudia Hypki: Alle Abteilungen sind gleichermaßen vom Lockdown betroffen. Als es im Sommer Lockerungen gab, waren unsere Trainerinnen und Trainer zusammen mit unserem Geschäftsstellenteam sehr einfallsreich, um unter den gegebenen Umständen alles an Sport möglich zu machen, was möglich war. Schließlich ist der TV Dülmen ein reiner Hallensportverein; alle unsere Sportangebote finden im Normalfall in Sportgebäuden statt. Es gab große, abteilungsübergreifende Solidarität, so dass nicht nur unsere Volleyballer auf dem Beachfeld, unserer einzigen Außenanlage, trainiert haben, sondern auch andere Abteilungen wie Handball, Basketball oder die Pickleballer die Trainingsmöglichkeiten am Sportzentrum Süd nutzten. Aufgrund der aktuellen Situation haben wir technisch aufgerüstet, so dass Online-Angebote möglich sind. Diese werden im Moment in erster Linie für Fitness-Angebote genutzt. Wie weit sich das ausbauen lässt, werden wir sehen.

(Das komplette Interview lesen Sie in der Montags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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