Tischtennis-Verband denkt über Annullierung der Saison nach
Ganz oder gar nicht

Dülmen. Wenn nicht in allen Spielklassen mindestens 50 Prozent der Spiele absolviert sind, will der Tischtennisverband die Saison nicht werten. Die Dülmener Vertreter rechnen damit, dass es nicht vor April weitergehen kann - und dann wird die Zeit knapp.

Dienstag, 02.02.2021, 18:14 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 18:20 Uhr
Der Tischtennis-Schläger liegt aktuell noch ungenutzt auf der Platte. Aufgrund der Corona-Pandemie ruht der Spielbetrieb. Vor April geht es wohl nicht weiter. Der Verband will die Saison aber nur werten, wenn alle Spielklassen mindestens 50 Prozent der Spiele absolviert haben.
Der Tischtennis-Schläger liegt aktuell noch ungenutzt auf der Platte. Aufgrund der Corona-Pandemie ruht der Spielbetrieb. Vor April geht es wohl nicht weiter. Der Verband will die Saison aber nur werten, wenn alle Spielklassen mindestens 50 Prozent der Spiele absolviert haben. Foto: mast

Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber es zeichnet sich ab: Die Tischtennis-Saison könnte abgebrochen werden. Das geht aus einem Schreiben von Werner Almesberger, Vorsitzender Ausschuss für Erwachsenensport, hervor, das auf nrw-tischtennis.de veröffentlicht wurde.

Darin heißt es: „Wir haben alle Spielleiter im Westdeutschen Tischtennisverband (WTTV) angewiesen, Mannschaftskämpfe, die bislang noch für Januar/Februar geplant sind, zu verlegen. Dies geschieht sinnvollerweise im Einvernehmen der beiden jeweils beteiligten Vereine, kann aber auch vom Spielleiter selbst im Rahmen einer Absetzung erfolgen. Wir vertrauen darauf, dass dies in allen Bezirken und Kreisen längst in Angriff genommen wurde.“ Sofern auch Spieltage im März betroffen seien, „werden wir die betreffenden Mannschaftskämpfe auf Verbandsebene möglichst komplett auf die Wochenenden ab dem 24./25.4.2021 verlegen. Hier können (müssen) sich dann die Bezirke und Kreise anschließen, um zu gewährleisten, dass die zu Saisonbeginn geäußerten Terminwünsche der Vereine erfüllt werden. Eine Handreichung, wie das ohne allzu großen Aufwand in click-TT zu bewerkstelligen ist, liefern wir zu gegebener Zeit.“

Ab etwa Mitte Februar könnten die Vereine eine neue Beschlussfassung des Vorstands für Sport des WTTV erwarten. „Mit Sicherheit werden wir uns dem Pokal- und Einzelspielbetrieb widmen, mit einiger Wahrscheinlichkeit auch dem Punktspielbetrieb ab März.“ Sollte sich auch direkt nach den Osterferien kein Spielbetrieb realisieren lassen, „müssen wir uns mit einem Abbruch beschäftigen.“

Auch wenn die Wettbewerbsspielordnung des Verbandes theoretisch eine Wertung pro Gruppe zulasse, sofern 50 Prozent der Mannschaftskämpfe durchgeführt wurden, „werden wir diesen Weg auf gar keinen Fall beschreiten.“ Das sorge nicht nur für eine Ungleichbehandlung paralleler Gruppen, sondern auch für erhebliche Verwerfungen innerhalb einer Gruppe. Kurzum: „Wenn die Durchführung der einfachen Runde nicht vollständig gelingt, werden wir die Spielzeit 2020/21 für ungültig erklären“, sagt Werner Almesberger. Die Entscheidung darüber fällt jedoch frühestens im März.

(Was die Dülmener Vereinsvertreter dazu sagen, lesen Sie in der Mittwochs-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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