Handballer warten auf Rückkehr aus dem Lockdown
"Brauchen Training mit Kontakt"

Dülmen. Der Handballverband Westfalen hat einen Plan für die Fortsetzung der Saison bekannt gegeben. Beim TV Dülmen hofft man zunächst mal möglichst bald auf die Rückkehr in den Trainingsbetrieb. Denn der sei vor den Spielen dringend nötig.

Sonntag, 31.01.2021, 18:15 Uhr aktualisiert: 31.01.2021, 18:20 Uhr
Handballer warten auf Rückkehr aus dem Lockdown: "Brauchen Training mit Kontakt"
David Schmidt (r.) und die deutsche Handball-Nationalmannschaft konnten bei der WM spielen. Bis es bei den Amateuren weitergeht, wird es noch etwas dauern. Zumal die Aktiven vor dem Kontakt einige Wochen Training brauchen, um nicht so verletzungsanfällig zu sein. Foto: dpa

Der Handballverband Westfalen war optimistisch. Zum 1. März, so gab es Anfang des Jahres die Hoffnung, solle der Spielbetrieb wieder laufen. Doch die überarbeitete Corona-Schutzverordnung mit einem längeren Lockdown machte diesen ambitionierten Plan zunichte. Nun hat sich das Präsidium mit den zur Verfügung stehenden Alternativen einer möglichen Fortsetzung der Saison auseinandergesetzt.

Neuer Plan für Saisonfortsetzung

Eine Saisonfortsetzung in einer Einfachrunde ab Anfang März sei nicht mehr möglich. Auch die per Videokonferenz abgehaltenen Staffeltagen der Frauen und Männer haben aufgezeigt, dass unter den aktuellen Gegebenheiten auch im März kein Spielbetrieb möglich sein wird.

„Wir sehen es als Verband nicht nur aufgrund unserer Satzung als unsere Aufgabe an, einen Spielbetrieb zu ermöglichen und zu organisieren. Wir sind auch davon überzeugt, dass wir für unsere Sportart, sobald es aufgrund der Pandemielage wieder sicher möglich ist, wieder einen Spielbetrieb anbieten werden“, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes.

Hierfür habe man bereits die Weichen gestellt. So hat das Präsidium nun folgende Punkte beschlossen:
Es gibt keine Absteiger.

Die Teilnahme an einem Spielangebot 202021 ist für alle Mannschaften freiwillig.

Vereine, die in ihren Ligen aufsteigen wollen, können nach einer noch vorzunehmenden Meldung an einer Aufstiegsrunde teilnehmen.

Alle anderen Vereine erhalten die Möglichkeit, für einen Ligapokal in kleinen regionalen Gruppen zu melden. Die spieltechnischen Regelungen sowie der Meldetermin dieser Runde, werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben und mit den Vereinen besprochen.
„Wir haben nunmehr Gewissheit. Es verbleibt nicht ausreichend Zeit, um sich auf eine Fortsetzung der Saison bis zu den Sommerferien vorzubereiten“, so der Verband. Eine Verlängerung der Saison bis in den Herbst mache keinen Sinn, da dies zu Lasten der Saison 2021/22 gehen würde. „Unter Abwägung dieser Vorgaben haben wir uns als Präsidium zu dem Schritt entschieden, um den Vereinen die gewünschte frühzeitige Planungssicherheit zu geben“, so Andreas Tiemann, Vize-Präsident Spieltechnik.

Ohne Training mehr Verletzungen

Für Christoph Bolle, Abteilungsleiter Handball beim TV Dülmen, ist der Blick auf den Spielbetrieb allerdings erst der zweite Schritt beim Weg aus dem Lockdown. Zunächst müsse einmal das Training wieder möglich sein. „Handball ist ein Sport mit Vollkontakt. Ohne Training ist man viel anfälliger für Verletzungen“, sagt Bolle.

Daher müssten „vor einer Rückkehr auf die Platte“ mindestens vier Wochen Training auf dem Plan stehen. „Bei den Jugendspielern muss man ja auch die Basics wieder auffrischen.“ Zudem sei noch nicht kommuniziert worden, ob der Ligapokal nur im Erwachsenenbereich gespielt würde, oder auch Jugendteams spielen können.

„Wir alle Sportler warten unsere Mädels und Jungs natürlich sehnsüchtig darauf, dass es wieder losgehen kann“, hofft Bolle auf eine Lockerung, die einen Trainingsbetrieb in der Halle wieder möglich macht.

Und auch die Handball-Weltmeistershaft in Ägypten sorgte im Lockdown nicht für viel Ablenkung. Denn für die deutsche Mannschaft war der Zug in Richtung Titel schnell abgefahren. „Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht viel von der WM gesehen habe“, so Bolle.

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