Friederike „Fritzi“ Schulze-Borgmühl will in die U16-Nationalmannschaft
Immer einen Schritt voraus

Hiddingsel. Friederike Schulze-Borgmühl wird von allen eigentlich nur „Fritzi“. gerufen. Doch so harmlos und niedlich, wie der Name klingt, ist die 14-jährige Hiddingselerin eigentlich gar nicht. Zumindest auf dem Fußball-Platz. Denn in der Abwehr, meist auf der rechten Seite, setzt sich der blonde Wirbelwind zumeist gegen ältere Jungen durch. Denn Fritzi Schulze-Borgmühl spielt bereits in der B-Jugend für den SV Vorwärts Hiddingsel, obwohl sie eigentlich noch C-Jugend-Kickerin ist.

Freitag, 08.01.2021, 18:15 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 18:20 Uhr
Friederike „Fritzi“ Schulze-Borgmühl will in die U16-Nationalmannschaft: Immer einen Schritt voraus
Bei Welt- und Europameisterin Annike Krahn (dunkle Jacke) trainiert die Hiddingselerin Friederike Schulze-Borgmühl (untere Reihe, 5.v.r.) mit der Westfalenauswahl und holt sich wertvolle Tipps für ihr Spiel. Foto: privat

„Schon als ganz junge Spielerin war sie manchen Jungs in vielen Dingen voraus. Egal ob Schnelligkeit, Auffassungsgabe, Ausdauer oder Spielverständnis. Ich habe sie seit ihrem ersten Trainingstag über sieben Jahre trainieren dürfen, sie war stets die Jüngste, wurde aber immer eine Spielklasse höher eingesetzt, weil sie sonst unterfordert gewesen wäre“, sagt ihr Förderer und Trainer Fritz Sauer, der Vorsitzende des SV Vorwärts Hiddingsel.

Das hat sich ausgezahlt. Vor fünf Jahren wurde die Schülerin der neunten Klasse am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium bei den Hallenkreismeisterschaften von Scouts des Fußballverbandes FLVW Ahaus/Coesfeld gesichtet und das Mädchen spielte und trainierte fortan nicht nur für ihren Verein Vorwärts Hiddingsel in der E-Jugend, sondern auch einmal wöchentlich auf dem DFB-Stützpunkt in Gescher.

Dann folgte nach zwei Jahren die Sichtung und Nominierung für die Westfalenauswahl, was für sie bedeutete, nicht mehr für die Kreisauswahl spielen zu dürfen.

„Das macht mir sehr viel Spaß“, sagt Fritzi Schulze- Borgmühl. Denn auf den Lehrgängen in Kaiserau und bei den Spielen gegen andere Landesverbände oder sogar gegen internationale Teams trifft sie erstmals auf gleichaltrige Mädchen. „Und das Niveau ist schon deutlich anspruchsvoller“, so die sportliche junge Frau, die beim Golf das sehr gute Handicap 18 vorweisen kann und mit der Mannschaft des Golfclubs Münster auch schon Platz fünf bei einer Deutschen Meisterschaft erreicht hat.

Kein Wunder: Mama Ulrike Schulze-Borgmühl war im gleichen Alter auch sportlich sehr erfolgreich: Die aus Hessen stammende ehemalige Sport-Studentin hatte sich als Jugendliche für die Deutschen Meisterschaften über 100 Meter qualifiziert und war im Geräteturnen erfolgreich.

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