DZ-Sportredakteur Jürgen Primus erinnert sich an die EM vor 25 Jahren in England
Als der Fußball nach Hause kam

Dülmen. DZ-Sportredakteur Jürgen Primus erinnert sich an die EM 1996, also vor 25 Jahren in England, und freut sich auf ein grandioses Sportjahr 2021, wenn es denn die Corona-Pandemie weltweit erlaubt.

Mittwoch, 30.12.2020, 19:40 Uhr
Mein Platz im Old Trafford-Stadion von Manchester war super und die Stimmung gut. Die deutschen Elite-Kicker blieben in der Vorrunde ohne Gegentor.
Mein Platz im Old Trafford-Stadion von Manchester war super und die Stimmung gut. Die deutschen Elite-Kicker blieben in der Vorrunde ohne Gegentor. Foto: Primus

Das kommende Jahr 2021 könnte ein Sportjahr mit vielen Höhepunkten werden. Mit einer Fußball-Europameisterschaft in etlichen europäischen Ländern, mit Olympischen Spielen in Tokio. Wenn es denn das Corona-Virus erlaubt.

Da bleibt Zeit, sich an vergangene Internationale Meisterschaften zu erinnern. Wie die Fußball-Europameisterschaft 1996 in England. Dem Mutterland des Fußballs. „Football’s coming home“, hieß es musikalisch passend. Der Fußball kommt nach Hause. Zurecht. Rückblickend ist vielen bestimmt das „Golden Goal“ von Oliver Bierhoff im Finale gegen die Tschechen in Erinnerung. Auch wenn es nun schon 25 Jahre her ist, ist die EM in England für mich so viel mehr.

Es war mein erstes großes Fußball-Turnier. Und mein erster Besuch auf der Insel. Für drei Wochen ging es privat nach London. Ein guter Bekannter von meiner heutigen Frau und mir studierte dort. Also warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Die Metropole an der Themse erkunden - und die Fußball-EM live miterleben.

Mein Kumpel Helmut besorgte die Eintrittskarten. Internet, personalisierte Tickets, Bewerbungsrunden, etc. wie sie heute üblich sind, gab es nicht. Ein Telefonanruf beim DFB und wir hatten die Tickets. Diese waren für die drei deutschen Vorrundenspiele im Stadion von Manchester United, im altehrwürdigen Old Trafford. Und so fuhren Helmut und ich am 9. Juni gegen Tschechien, am 16. Juni gegen Russland und am 19. Juni gegen Italien jeweils gut drei Stunden mit dem Pkw von London nach Manchester und zurück. Alle drei Tickets kosteten zusammen umgerechnet rund 130 Euro pro Person.

In London haben wir in einer Pension übernachtet. Im Vorort Kilburn. Die Gastgeberin war eine schrullige ältere Dame mit dem Namen Mrs. Cashmore. Sie sah aus wie Miss Marple. Obwohl ihr Name („Mehr Bargeld“) etwas anderes vermuten ließ, war die Unterkunft günstig. Mehr aber auch nicht.

50.000 Zuschauer verfolgten die Spiele der Deutschen in Manchester. Das Stadion liegt in einem alten Industrieviertel. Rings rum waren Arbeiter-Wohnungen, plötzlich tauchte das Riesenstadion auf. Ich kann mich erinnern, dass wir nur durch ganz enge Schleusen ins Stadion gelangten. Dafür waren die Plätze top. Freie Sicht. Kein störender Zaun, wie er damals in Bundesliga-Stadien noch üblich war.

(Den kompletten Bericht lesen Sie in der Silvester-Ausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

Haben Sie als Dülmener auch Erinnerungen und Erlebnisse an besondere Sportereignisse in Dülmen und der Welt? Gibt es aufregende Fotos dazu? Dann melden Sie sich gerne mit ihrer Geschichte bei der DZ-Sportredaktion entweder per Telefon: 02594/95655 oder per Mail: juergen.primus@
dzonline.de

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7745632?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819401%2F819403%2F
Die aktuellen Nachrichten zur Corona-Entwicklung im Münsterland
Liveticker: Die aktuellen Nachrichten zur Corona-Entwicklung im Münsterland
Nachrichten-Ticker