GWH-Trainer Güven Sivgin erklärt den schweren Saisonstart der Hausdülmener
„Das ist nicht unser Anspruch“

Hausdülmen. Güven Sivgin, Trainer der A-Liga-Fußballer von GW Hausdülmen, hat mit seiner Mannschaft einen schweren Saisonstart erlebt. Einige Verletzungen haben die Kicker von der Sandstraße, die in der Liga auf Rang zehn rangieren, zurückgeworfen.

Montag, 28.12.2020, 18:39 Uhr
Güven Sivgin hatte einen schweren Saison-Start und sah sich auf der Ersatzbank sitzen, weil etliche Spieler verletzt ausgefallen waren.
Güven Sivgin hatte einen schweren Saison-Start und sah sich auf der Ersatzbank sitzen, weil etliche Spieler verletzt ausgefallen waren. Foto: mast

Voller Zuversicht

Voller Zuversicht war Güven Sivgin, Trainer des Fußball-A-Ligisten Grün-Weiß Hausdülmen in die neue Saison gestartet. „Der Kader war zusammengeblieben. Wir hatten endlich mal einen echten Konkurrenzkampf“, sagt der Coach. Doch dann stellten sich zahlreiche Verletzungen bei etablierten Spielern ein. So vielen Felix Frey mit Schambeinentzündung, Christoph Brockmann mit Fußverletzung, Felix Nosthoff mit muskulären Problemen sowie Philipp Heitmann, Timo Dramm und Lutz Püttmann alle mit Knieverletzungen aus. „Plötzlich hatte ich nur noch rund zehn Leute zur Verfügung und fand mich selber mit Fußballschuhen auf der Ersatzbank wieder. Das war so nicht geplant.“

Daher stehen die Kicker von der Sandstraße derzeit „nur“ auf dem zehnten Tabellenplatz. Nur drei Siege und ein Remis stehen zu Buche. Zehn Punkte aus acht Spielen. Güven Sivgin: „Das ist natürlich nicht unser Anspruch.“

Dennoch habe seine Mannschaft nicht nur schlecht gespielt. Aufgrund der Verletzungen habe er junge Spieler bringen müssen, „die wir eigentlich peu à peu aufbauen wollten.“ Gegen erfahrene Mannschaften, wie GW Nottuln II, „haben wir ehrlicherweise auch mit 0:7 die Hucke vollbekommen. Das kennen wir so eigentlich nicht.“ Aber auch aus diesen Fehlern werde seine Mannschaft lernen und habe sie auch schon. „Wir haben uns mit einem 4:1 gegen Legden in die Corona-Pause verabschiedet. Das war eine souveräne Leistung.“

Zwangspause zur Unzeit

Daher sei die Zwangspause jetzt zur Unzeit für die Hausdülmener gekommen. „Aber die Gesundheit geht in jedem Fall vor. Es war richtig, jetzt eine Pause zu machen.“ Von zwei Spielern hätten die Arbeitgeber auch signalisiert gehabt, dass sie Fußball in der Corona-Pandemie nicht so toll finden. In Sivgins Familie, die noch in der Türkei lebt, habe es schon Corona-Erkrankungen erlebt. „Zum Teil mit schweren Krankheitsverläufen. Und das nicht nur bei älteren Menschen. Meine Cousine lag mit 32 Jahren auch einige Tage auf der Intensivstation. Zum Glück sind alle jetzt auf dem Weg der Besserung.“

Und wie geht es jetzt mit dem Fußball weiter? Güven Sivgin: „Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass wir bald wenigstens wieder trainieren können. Denn der Fußball fehlt uns allen schon sehr.“ Kontakt zum Kreisvorstand oder Verband habe er nicht. „Ich habe schon mal Kontakt zu Trainerkollegen aufgenommen. Aber wir können ja nicht mal Freundschaftsspiele planen, weil wir nicht wissen, wann wir wieder loslegen können.“
Und so halten sich die Hausdülmener Kicker mit Waldläufen fit. „Wir schreiben uns per WhatsApp oder manchmal telefoniere ich auch mit dem einen oder anderen.“

Videoclip zu Weihnachten

Zu Weihnachten habe Kapitän Björn Bresser einen Videoclip für die Mannschaft erstellt. „Das war sehr stark“, freut sich Sivgin über den Einsatz und Zusammenhalt seiner Kicker auch außerhalb des Platzes. Doch schon bald wollen die Hausdülmener am liebsten wieder um Punkte spielen, „und in der Tabelle klettern“, ist Sivgin zuversichtlich.

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