Tischtennis-Verband denkt über eine Struktur-Reform nach
Es soll nur noch 14 Bezirke geben

Dülmen. Der Westdeutsche Tischtennisverband (WTTV) bereitet eine Struktur-Reform vor. Statt 35 Kreise und fünf Bezirke soll es künftig nur noch 14 gemeinsame Einheiten geben, die vermutlich auch wieder Bezirke heißen werden.

Mittwoch, 16.12.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 16.12.2020, 18:20 Uhr
Tischtennis-Verband denkt über eine Struktur-Reform nach: Es soll nur noch 14 Bezirke geben
Raphael Schwaag und die anderen TT-Spieler von Jugend 70 Merfeld und aus Dülmen könnten ab dem 1. Juli 2023 in neu-definierten Tischtennis-Bezirken unterwegs sein. Der Verband bastelt gerade an einer Struktur-Reform. Foto: mast

Seit gut einem Jahr gibt es eine 15-köpfige Arbeitsgruppe beim Westdeutschen Tischtennis-Verband (WTTV) unter dem Vorsitz vom Präsidenten Helmut Joosten. Weitere Mitglieder sind zumeist Kreis- oder Bezirksvorsitzende aus dem Verbandsgebiet. Das Ziel: Die Struktur im Verband soll neu gestaltet werden.

Aktuell gibt es noch 35 Tischtennis-Kreise und fünf Bezirke. Diese beiden Ebenen sollen nach aktuellem Wunsch der Arbeitsgruppe in 14 neuen Einheiten zusammengefasst werden, „die man vermutlich auch wieder Bezirke nennen wird“, sagt Michael Keil, Geschäftsführer des Westdeutschen Tischtennisverbandes in der Geschäftsstelle Duisburg im Gespräch mit der DZ-Sportredaktion.
Der Verband erhofft sich durch die Reform eine straffere Führung, weil es zunehmend schwerer falle, genügend verlässliche Ehrenamtliche in den Funktionen der Kreisvorstände zu finden.

Prozess noch am Anfang

Noch sei der Prozess aber auch noch am Anfang. Es sei jetzt ein möglicher Weg gefunden worden, der intern noch diskutiert werden müsste. „Da ist noch nichts in Stein gemeißelt. Wir warten derzeit auf die Rückmeldungen.“

Dafür sei dieses erste Ergebnis jetzt zurück an die Basis gespiegelt worden. „Für die Umsetzung werden auch noch weitreichende Beschlüsse auf dem Verbandstag gefasst werden müssen, weil ja dafür unsere Satzung geändert werden muss“, berichtet Keil im DZ-Gespräch weiter. „Wir nehmen bei dem Prozess gerade erst Fahrt auf.“

Die Tischtennisvereine aus Dülmen (Jugend 70 Merfeld, TSG Dülmen und Brukteria Rorup) sind derzeit im Kreis Westmünsterland im Bezirk 4 zusammengefasst. Zum Bezirk 4 zählen aktuell noch der Kreis Emscher-Lippe, der Kreis Münster/Warendorf, der Kreis Steinfurt und der Kreis Südmünsterland.

Eventuell längere Wege

Wie die neuen Grenzen gezogen werden, steht nach Angaben des WTTV-Geschäftsführers aktuell noch nicht fest. Klar sei aber, dass die Bezirke größer werden müssten „und Vereine, die vielleicht an der Grenze eines Bezirkes beheimatet sind, zum Teil etwas weitere Fahrten haben werden.“

Aber sicherlich nicht zu jedem Auswärtsspiel, weil die Nachbarn ja auch weiter in der Nähe seien. Auswirkungen für die Tischtennis-Spieler und Vereine seien eher indirekt zu vermuten. Durch die Struktur-Reform steige womöglich der sportliche Anspruch in den Ligen, denn durch die Neuordnung sei das Einzugsgebiet größer.

Umgesetzt werden soll die Struktur-Reform zum 1. Juli 2023. Eigentlich sollten die Änderungen schon ein Jahr früher greifen, aber das könne gar nicht mehr so schnell umgesetzt werden. „Wir hoffen, dass wir bald irgendwann auch wieder Präsenzsitzung durchführen können, um solch wichtige und weitreichende Entscheidungen auch möglichst umfassend diskutieren und letztendlich auch beschließen zu können.“

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