Ralf Kemper übernahm in der Corona-Zeit eine neue Mannschaft
In die Saison reingefuchst

Dülmen. Ralf Kemper übernahm im Sommer die U19 von GW Nottuln. Zwischen Trainingseinschränkungen und Lockdown musste er mit seinem Team arbeiten. Irgendwie habe man sich in die Saison reingefuchst, sagt der ehemalige Coach der DJK Rödder.

Sonntag, 22.11.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 22.11.2020, 18:20 Uhr
Ralf Kemper übernahm in der Corona-Zeit eine neue Mannschaft: In die Saison reingefuchst
Ralf Kemper übernahm im Sommer die U19 von Grün-Weiß Nottuln und muss zwischen Einschränkungen und Lockdowns durch die Corona-Pandemie eine Mannschaft formen. Foto: jp

„In so einer Zeit ist es natürlich besser, wenn man die Mannschaft schon zwei Jahre kennt“, sagt Ralf Kemper. Der Trainer wechselte im Sommer von der DJK Rödder zur U19 von Grün-Weiß Nottuln. Und dort musste er in den ersten Monaten nicht nur seine Mannschaft kennenlernen, sondern auch mit den Einschränkungen durch die Pandemie klarkommen.

In die Saison reingefuchst

Eine Mannschaft formen aus dem Alt- und dem Jung-Jahrgang sowie acht Neuzugängen ist so schon eine Aufgabe. Doch dazu kamen die Pandemie-Beschränkungen. So konnte zu Anfang nur mit zehn Mann auf einer Hälfte des Feldes trainiert werden. Ein Mannschaftsabend konnte noch stattfinden, das Trainingslager musste aber ausfallen.

„Die Vorbereitung war durchwachsen. Aber wir haben in den Testspielen gute Partien abgeliefert“, berichtet Kemper. Trotzdem fehlte es zu Saisonbeginn an Abstimmung und Automatismen. „Wir haben uns irgendwie in die Saison reingefuchst“, sagt Kemper.

In der U19-Bezirksliga gab es in den ersten fünf Partien drei Unentschieden und zwei Niederlagen. „Bei den Unentschieden gegen Wettringen und Lotte waren wir die bessere Mannschaft. Und gegen Metelen hat uns die Abgeklärtheit gefehlt, eine 3:0-Führung über die Zeit zu bringen“, berichtet Kemper. Dazu kamen noch zwei schwere Verletzungen.

Die fehlende Abgeklärtheit zeigte sich auch im letzten Spiel vor dem Lockdown fort. „Wir haben im Pokal bis zur 90. Minute 3:1 geführt und sind dann im Elfmeterschießen ausgeschieden.“ Aufarbeiten konnte Kemper das Spiel mit seiner Mannschaft nicht mehr, es folgte der Lockdown. „Die Jungs machen einen guten Job, belohnen sich aber nicht. Vielleicht tut ihnen ja die Pause jetzt gut“, sagt Kemper.

Schwierige Bedingungen durch Lockdown

Im Lockdown gibt es ein paar Aufgaben für die Spieler. „Zudem haben wir zur Motivation ein paar Wettbewerbe eingeführt“, erklärt Kemper. Er hoffe, dass alle Jungs dabei bleiben und auch während des Lockdowns etwas machen, „damit wir nicht wieder bei null anfangen müssen.“ Die immer wieder wechselnden Bedingungen seien „extrem doof.“

Und dann komme noch die Frage dazu, wann es überhaupt weiter geht. All diese Dinge machten die Arbeit im Moment zu einer sehr anspruchsvollen Aufgabe. „Da bekommt man auch schon mal Magengrummeln.“

Zudem kommt für die Spieler des Alt-Jahrganges bald die Zeit, wo sie schon einmal bei den Senioren mittrainieren. Auch hier werde sich zeigen, wie dies in den nächsten Monaten möglich sei. „Ich hoffe, dass sie schnell Fuß fassen können.“

Mit Freude blickt Kemper auf seinen früheren Verein. Zum Abschied stieg er mit der DJK Rödder in die A-Liga auf. Dafür habe er viele Glückwünsche bekommen. Denn über die drei Jahre habe sich das Team den Aufstieg auch verdient. „Die Mannschaft hat einen sehr guten Charakter und hat mir in meinen Jahren gezeigt, dass sie Fußball spielen kann.“ Der gute Saisonstart habe ihn sehr erfreut, „denn der Verein liegt mir am Herzen.“

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