Jugend 70 Merfeld hätte Nachwuchsspieler in Münster nicht einsetzen dürfen
Staffelleiterin erkennt Spiele ab

Merfeld. Sportlich hatten die TT-Landesliga-Herren von Jugend 70 Merfeld in Münster schon mit 7:9 verloren. Dann erkannte die Staffelleiterin noch alle Spiele ab und verpasste den Merfeldern so ein 0:12. Der Grund: Der Einsatz von zwei nicht spielberechtigten Jugendlichen.

Montag, 05.10.2020, 18:33 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 18:40 Uhr
Jugend 70-Kapitän Raphael Schwaag hatte mit seinem Team schon sportlich in Münster verloren. Daher sieht er die Aberkennung der Spiele durch die Staffelleiterin als ärgerlich, aber nicht als tragisch an.
Jugend 70-Kapitän Raphael Schwaag hatte mit seinem Team schon sportlich in Münster verloren. Daher sieht er die Aberkennung der Spiele durch die Staffelleiterin als ärgerlich, aber nicht als tragisch an. Foto: mast

Einen Blick auf die Tabelle der Tischtennis-Landesliga Gruppe drei würde Raphael Schwaag nach zwei Begegnungen am liebsten vermeiden. Der Spitzenspieler von Jugend 70 Merfeld findet seine Mannschaft überraschend nur auf dem elften und damit letzten Platz wieder. Als einziges Team wartet das Sextett noch auf einen Punktgewinn.

Fünf Wochen nach der 5:7-Auftaktniederlage beim Absteiger TTV Metelen wurde auch das Gastspiel bei Borussia Münster II mit dem identischen Resultat verloren. Zumindest hatte dies bis zum Sonntagmorgen Bestand. Dann entschied Staffelleiterin Christiane Fornefeld (Paderborn), dass die Begegnung mit 12:0 Spielen sowie 2:0 Zählern für das Team aus der Domstadt gewertet wird.
Was war passiert? Neben Ole Böcker, der für den am Knie verhinderten Mathias Hemmer wie geplant zum Einsatz kam, musste kurzfristig auch Bruder Mads aushelfen. Hintergrund: Merfelds etatmäßige Nummer sechs, Hannes Böhnlein, saß auf der Ferieninsel Elba wegen eines Sturms fest und konnte nicht rechtzeitig zurückfliegen. Da die Böcker-Brüder nicht in einer der sechs Merfelder Herren-Mannschaften aufgestellt sind, hätte das aus dem Jugend-Bezirksliga-Team stammende Duo nicht mitwirken dürfen.

(Weitere Berichterstattung zum Thema in der Dienstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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