Baumberger Alpin-Tour der Hoffnungsradler
„Ich habe großen Respekt“

Dülmen. Bürgermeisterin Lisa Stremlau ließ es sich nicht nehmen, die rund 60 Rennradfahrer auf die Alpintour der Hoffnungsradler zu schicken. Drei unterschiedliche Strecken waren im Angebot. Geradelt wurde traditionell für den guten Zweck.

Montag, 28.09.2020, 18:49 Uhr
Bürgermeisterin Lisa Stremlau schickte die Hoffnungsradler am Sonntagmorgen auf die beliebten Alpin-Touren.
Bürgermeisterin Lisa Stremlau schickte die Hoffnungsradler am Sonntagmorgen auf die beliebten Alpin-Touren. Foto: Bönig

Sonntagmorgens sieht man auf dem Parkplatz am Sportzentrum Süd meistens Fußballer, die zusammen zu Spielen fahren oder auf dem Fußballplatz bei der DJK Dülmen selbst eigene Partien austragen. Nicht so an diesem Sonntag. Innerhalb kürzester Zeit kamen immer mehr Radfahrer auf den Parkplatz. Denn die Hoffnungsradler Dülmen hatten zu ihrer Baumberger Alpin-Tour eingeladen.

Das Organisationsteam um Josef Friedag, Ludger Dey und Robert van der Linde hatten unter Einhaltung der Hygienevorschriften alles vorbereitet. Anmeldungen waren wegen der Corona-Pandemie schriftlich erfolgt, und auf den bereitgestellten Tischen standen Desinfektionsmittel, Listen zum Nachtragen und Spendenboxen bereit.

Bürgermeisterin Lisa Stremlau ließ es sich nicht nehmen, die Sportler auf ihre Touren über 48, 78 oder 106 Kilometer Länge in die Baumberge zu schicken.

„Ich habe großen Respekt vor ihren sportlichen Leistungen, denn die Strecken gehen rauf und runter und sind sicherlich sehr anstrengend“.

Die Bürgermeisterin erinnerte bei ihrer Begrüßung auch an Carlo Hüwe, einen Mitgründer der Hoffnungsradler, der viel zu früh, mit 66 Jahren, 2015 verstarb. Das Organisationsteam hatte kleine runde Button mit Carlo Hüwes Namen gedruckt und verteilt. Die Initiative Dülmener Hoffnungsradler waren 2003 von Josef Friedag und Carlo Hüwe gegründet worden.

Seit 15 Jahren werden jährlich acht geführte Rennradtouren organisiert. Das von den Teilnehmern freiwillig und in eigenem Ermessen entrichtete Startgeld wird von den Initiatoren gesammelt und eins zu eins an die Kinderkrebshilfe gespendet.

Von Beginn an spendeten nicht nur die aktiven Radsportler, sondern auch immer wieder diverse Firmen und Unternehmen. Wie zum Beispiel auch Supermärkte, deren Spenden für die Verpflegung an den vorgesehen Punkten bei etwa 30 Kilometer und 60 Kilometer entlang der Strecken bereitgestellt wurden.

Bis 2013 wurden die Spenden der Dülmener Hoffnungsradler an die überregionale Institution „Tour der Hoffnung“ weitergeleitet. Seitdem werden die Spenden, nach dem Motto „aus der Region - für die Region“, hier im Umkreis überreicht, wie an die Elterninitiative krebskranker Kinder in Datteln und im vergangenen Jahr an die Kinder- und Jugendliche-Krebsberatungsstelle Münster.

Die Spenden werden für psychosoziale Maßnahmen, Kinderfreizeiten, Übernachtungsmöglichkeiten für Eltern von erkrankten Kindern etc. verwendet, zumal Krankenkassen nur für die medizinische Versorgung die Kosten leisten können. Die Dülmener Hoffnungsradler sind eine tolle Gemeinschaft, die sich auch außerhalb der Touren treffen und mit viel Engagement schon viel erreicht haben.

Die Baumbergertour ist wegen der Herausforderung der einzelnen Strecken sehr beliebt. Rund 60 Teilnehmer machten sich am Sonntag auf ins hügelige Gelände.

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