Volleyball: Aufsteiger TV Dülmen kassiert deutliche Niederlage
„Da steckt der Wurm drin“

Dülmen. Die Volleyball-Damen des TV Dülmen, die in die Landesliga aufgestiegen waren, kassierten ihre erste Niederlage. Überraschend deutlich, wie Trainer Markus Mohr findet. Gegen Riesenbeck unterlagen die Blau-Weißen glatt in drei Sätzen.

Montag, 14.09.2020, 18:43 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 18:50 Uhr
Nach zwei Spielen rangieren die Landesliga-Volleyballerinnen des TV Dülmen als Aufsteiger mit einem Punkt noch in der Tabellenmitte. „Wir müssen nun was tun“, sagt Trainer Markus Mohr.
Nach zwei Spielen rangieren die Landesliga-Volleyballerinnen des TV Dülmen als Aufsteiger mit einem Punkt noch in der Tabellenmitte. „Wir müssen nun was tun“, sagt Trainer Markus Mohr. Foto: privat

Am zweiten Spieltag in der Landesliga 7 trafen die Volleyballdamen des TV Dülmen auf den SV Teuto Riesenbeck und unterlagen unerwartet klar mit 0:3 (18:25; 18:25; 25:27). Somit steht der TV gleich zu Beginn der Saison mit dem Rücken zur Wand und befindet sich Dank des gegen Coesfeld erwirtschafteten Pünktchens noch in der Tabellenmitte.

„Ich bin wahrlich irritiert“, konstatiert Trainer Markus Mohr nach dem Spiel, „ich weiß nicht, wie wir da so unter die Räder kommen konnten. Die Riesenbecker kennen wir aus der vorletzten Saison und da haben wir mit zwei Siegen abgeschlossen. Aber heute hat das nicht sollen sein. Heute steckte echt der Wurm drin. Alles, was bei uns in die Hose ging, hat auf Riesenbecker Seiten ausnahmslos geklappt. Wenn wir es allerdings nicht schaffen, im dritten Satz zwei Satzbälle für uns zu verwerten, dann folgt die Antwort auf dem Fuße.“

Dabei war der TV fast mit Sollstärke angetreten, denn Karin Bähr fand zurück ins Team und absolvierte ihr erstes Saisonspiel. Die einzelnen Positionen waren doppelt besetzt, sodass der TV auf Alternativen auf der Ersatzbank zurückgreifen konnte.

Gleich zu Beginn des ersten Satzes zeichnete sich ab, dass es ein schweres Stück Arbeit werden würde, denn Fortuna war dem TV nur selten hold. Netzroller landeten auf Dülmener Seiten, Blockabpraller ebenfalls. Die Teutonen waren gut aufgestellt und überzeugten in der Feldabwehr.

Der TV hatte seine liebe Mühe in der Annahme – vielfach musste Zuspielerin Rieke Reckmann Ausflüge ins Hinterfeld machen, um den versprungenen Ball noch nach vorne zu bringen. Der Angriff sah sich dann einem stabilen Block gegenüber und hatte Mühe, überhaupt durchzukommen. Der TV musste meist einem Rückstand hinterherlaufen. Der SV verlegte sich auf seine unkalkulierbaren Schnellangriffe in der Mitte und mogelte sich immer wieder durch den Dülmener Block auf der Außenbahn und so ging Satz eins zu 18 verloren.

Im zweiten Satz wurde gewechselt, um frischen Wind in die Angriffsformation zu bringen. Aber nach dem Startgeplänkel bis zum 6:6 setzte der SV wieder auf das Glück des Tüchtigen, blieb fehlerfrei und zog auf 6:11 aus TV-Sicht davon. Der TV kämpfte und punktete über Hannah Marx mit dreckigem Spiel, also mit kurz gelegten Bällen in die Feldmitte. Aber der SV war wachsam, schloss die Lücke mit persönlichem Einsatz und setzte sich mit 16:13 ab. Die TV-Damen verlegten sich nun auf die Außenpositionen, denn Kapitänin Pia ten Winkel brillierte im Angriff über Kopf und brachte ihr Team zurück ins Spiel. Beim Spielstand von 18:21 war es Zeit für den TV, eine Schüppe draufzulegen, aber das Pulver war verschossen. Riesenbeck servierte und musste nur noch die restlichen drei Punkte zum Sieg vom Wegesrand auflesen.

Den dritten Durchgang begannen die TV-Damen wie gelähmt, denn sie erlaubten dem Gegner mehrfach davon zu ziehen, um sich dann wieder zum Remis heranzukämpfen. So geschehen vom 0:3 auf 9:9 und 11:14 auf den 15:15-Einstand. Erst jetzt wurde der Schalter umgelegt. Riesenbeck zeigte Schwächen, der TV konnte endlich punkten und das erste Mal im Spiel die Führung übernehmen. Endlich klappte der Diagonalangriff aus Luisa Jacobs Feder und schlug im Feld der Teutonen ein. Der TV setzte sich ab und hatte beim 23:18 den Satzsieg schon zum Greifen nahe. Nun schlug die Stunde des SV. Die Riesenbecker gaben nicht auf, erkämpften sich Punkt um Punkt und holten somit den Sieg.

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