Dülmener Mountainbike-Quartett überquert die Alpen
Mit dem Rad über Stock und Stein

Dülmen. 350 Kilometer war die Mountainbike-Tour lang, 7880 Höhenmeter mit Steigungen von 20 Prozent mussten von Johannes Heiming (67 Jahre), Heinz Einhaus (70), Toni Carstensen (67) und Reinhard Wilms (65) aus Dülmen auf dem Weg von Ramsau im Zillertal über die Dolomiten bis nach Bassano del Grappa Venezien von vier Dülmenern bezwungen werden. Die Strapazen waren enorm, die DJK-Radsportler am Ende aber glücklich.

Dienstag, 28.07.2020, 18:46 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 18:50 Uhr
Konnten sich auf Tourguide Michael Renner (M.) verlassen: Die Dülmener (v.l.) Johannes Heiming, Heinz Einhaus, Toni Carstensen und Reinhard Wilms von der DJK Dülmen.
Konnten sich auf Tourguide Michael Renner (M.) verlassen: Die Dülmener (v.l.) Johannes Heiming, Heinz Einhaus, Toni Carstensen und Reinhard Wilms von der DJK Dülmen. Foto: privat

Johannes Heiming (67 Jahre), Heinz Einhaus (70), Toni Carstensen (67) und Reinhard Wilms (65) aus Dülmen bezeichnen sich selber als Flachlandradler. Das Quartett der DJK Dülmen, das zusammen 269 Jahre alt ist, überquerte jetzt die Alpen - die hochalpine Mountainbike-Reise ging von Ramsau im Zillertal über die Dolomiten bis nach Bassano del Grappa Venezien. „Das war schon eine echte Herausforderung“, sagt Reinhard Wilms. Die Tour der Kategorie drei (es gibt nur insgesamt vier Schwierigkeitsgrade) ging über 350 Kilometer und 7880 Höhenmeter mit Steigungen von 20 Prozent. „Das ist die offizielle Angabe“, so Wilms weiter. Insgesamt haben wir noch viel mehr Kilometer gemacht, weil wir mehrfach umdrehen mussten, weil wir auf den angedachten Strecken nicht weiterkamen.“
Dabei hatten die Dülmener mit dem Österreicher Michael Renner einen erfahrenen Bergführer die ganze Zeit an der Seite. „Ohne ihn wären wir ganz aufgeschmissen gewesen.“ Immer wieder ging es mit dem Rad über Stock und Stein, mussten die Räder durch ein Flussbett getragen werden. Es ging über verlassene Militärwege aus dem ersten Weltkrieg und unwegsame Schotterpisten sowie Single Trails mit der Breite eines Gästehandtuchs führte der Weg in die dünne Luft der Bergpässe. Wilms: „Das Atmen fiel schwer, die Sonne und die Oberschenkel brannten erbarmungslos. Wer hier absteigt und schiebt, hat so gut wie keine Chance wieder aufs Rad zu steigen.“

Aber nicht nur die Bergauffahrten waren eine enorme Herausforderung für die Rentnertruppe. Die halsbrecherischen Abfahrten von den Pässen waren an der einen und anderen Stelle lebensgefährlich. Auf der einen Seite eine steile Felswand und auf der anderen Seite der tiefe Blick in den Abgrund. „Wer hier nicht auf den Trail konzentriert ist, kommt schneller nach unten, als es ihm lieb sein kann.“ Trotz der Strapazen seien die Dülmener abends immer glücklich gewesen. „Dann klatscht man sich ab und ist einfach nur zufrieden.“

Eigentlich seien die vier Dülmener auf dem Rad ganz gut trainiert. „Durch Corona war das natürlich alles etwas anders.“ Und dann so eine schwere Tour. Dennoch hat das DJK-Quartett die Nase noch lange nicht voll. „Wir überlegen schon, wo es im kommenden Jahr hingehen könnte.“

(Ausführliche Berichterstattung in der Mittwochs-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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