Staffeleinteilung für die überkreislichen Ligen
TSG und Merfeld ziehen um

Dülmen. Die TSG Dülmen und die Sportfreunde Merfeld spielen in der kommenden Saison in der Bezirksliga-Staffel 14. Die Umgruppierung sorgte für eine Überraschung, die Trainer stellen sich auf eine größere sportliche Herausforderung ein.

Montag, 20.07.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 20.07.2020, 18:20 Uhr
Staffeleinteilung für die überkreislichen Ligen: TSG und Merfeld ziehen um
Auf das Derby zwischen den Sportfreunden Merfeld und der TSG Dülmen müssen die Fans nach dem Staffelwechsel nicht verzichten. Foto: Hülsheger

Paukenschlag für die Bezirksliga-Fußballer der TSG Dülmen und der Sportfreunde Merfeld. Zur neuen Saison ziehen die beiden Teams in eine neue Staffel. Statt in den Norden des Kreises Coesfeld und Richtung Gronau geht es für die beiden Mannschaften nun ins Ruhrgebiet.

Bezirksliga mit 14 statt 12 Staffeln

Nach dem coronabedingten Saisonabbruch gibt es in diesem Jahr 14 statt wie bisher zwölf Bezirksliga-Staffeln. Denn nach dem Saisonabbruch gibt es zwar zahlreiche Aufsteiger aus den A-Ligen, allerdings keine Absteiger. Bisher waren die beiden Dülmener Teams in der Staffel elf beheimatet.

In der abgelaufenen Saison waren hier bereits 18 Teams am Start. Mit dem Tus Haltern II gab es einen Aufsteiger in die Landesliga, fünf Aufsteiger aus der A-Liga wurden der Staffel zudem zugeteilt. Sechs Mannschaften wechseln nun in andere Staffeln.

Der SuS Olfen, FC Nordkirchen und Union Lüdinghausen spielen in der Gruppe neun gegen Teams aus dem Bereich Waltrop, Castrop-Rauxel und Dortmund. Gerade bei Union Lüdinghausen, die auf eigenen Wunsch zur letzten Saison in die Staffel elf gewechselt waren, kam die Neugruppierung überhaupt nicht gut an.

Gegner aus dem Ruhrgebiet

Die TSG Dülmen, die Sportfreunde Merfeld und der SV Lippramsdorf gehen in der neuen Staffel 14 mit Teams aus dem Ruhrgebiet an den Start. Dazu zählen der FC Marl und der VfB Hüls, die ebenfalls eine Vergangenheit in der Bezirksliga elf haben.

Mit Spvgg Erle, SC Gelsenkirchen-Hessler 06 und Genclikspor Recklinghausen sind drei Aufsteiger aus den A-Ligen Gelsenkirchen und Recklinghausen am Start. Die übrigen Teams kommen aus der bisherigen Staffel neun.

Die Dülmener Vereine waren überrascht über die Eingruppierung, zeigten aber auch gewisses Verständnis für die Verantwortlichen des Verbandes. „Corona stellt uns alle vor Herausforderungen. Und das gilt auch bei der Staffeleinteilung“, so Julia Wagner aus dem Fußball-Abteilungsvorstand der TSG Dülmen.

„Wir müssen damit leben.“ Es sei schade, dass die Duelle gegen die Teams aus Coesfeld, Billerbeck oder Lüdinghausen wegfielen. „Wenigstens ist uns das Ortsderby gegen Merfeld geblieben“, so Wagner. Sportlich sei die Staffel nicht leichter geworden. „Zum Glück haben wir mit Manfred Wölpper einen Trainer, der sich in der Region gut auskennt.“

Sportliche Herausforderung

Wölpper selbst stellt sich auf eine sportlich „deutlich stärkere Liga“ ein. Gerade Teams wie der FC Marl und auch Vestia Disteln hätten viele Spieler mit Oberliga-Erfahrung. „Das ist schon ein Brett.“ Zudem hätte man in der Staffel elf gleich gegen fünf Neulinge gespielt, jetzt sind es nur drei.
Wölpper hofft, dass die Teams mehr das Spiel gestalten wollen und sich nicht hinten reinstellen. „Wir haben 30 Spiele, und die wollen wir möglichst gut gestalten.“ Die Einteilung sei für ihn ebenfalls überraschend gewesen.

Viele Reaktionen gab es in der WhatsApp-Gruppe der Sportfreunde Merfeld. Deren neuer Trainer Dieter Götz kann der Einteilung aber auch etwas Positives abgewinnen. „Ich kenne die meisten Plätze, und da können sich unsere Spieler und Fans auf tolle Anlagen freuen.“ So wolle er die neue Staffel auch als neue Herausforderung für die Spieler sehen.

„Und da ich in Dorsten wohne, kann ich die Plätze auch gut erreichen.“

Der Wechsel wird auch an anderer Stelle bedauert. „Das wären Spiele mit vielen Zuschauern gewesen“, erklärt Spielertrainer Claus Heinze, der gemeinsam mit Karsten Erwig den Aufsteiger DJK Coesfeld-VBRS übernommen hat. „Gerade in Merfeld gibt es einige Spieler mit blau-weißer Vergangenheit, deshalb ist das schade“, hätte er sich auf ein Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen wie Christian Drees, Jan-Philipp Tüns oder Jan Kersen gefreut.

Das soll es immerhin kurz vor dem Saisonstart geben, weil zur Generalprobe ein Test gegen die Merfelder geplant ist. Auch in Billerbeck nahm man die Umgruppierung der beiden Dülmener Vereine überrascht zur Kenntnis.

Überblick

Die Bezirksliga 14 im Überblick: Spvgg Erle, BV Rentford, VfB Hüls, SC Hassel, SF Stuckenbusch, SV Zweckel, Westfalia Gelsenkirchen, SV Vestia Disteln, FC Marl, VfB Kirchhellen, SV Gelsenkirchen-Hessler 06, Genclikspor Recklinghausen, SG Suderwich, SF Merfeld, TSG Dülmen sowie der SV Lippramsdorf.

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