Die Statistik der abgebrochenen B-Liga-Saison der Fußball-Frauen
Kein Spiel endete torlos

Dülmen. Fast fünf Treffer pro Spiel fielen in der abgebrochenen B-Liga-Saison der Fußball-Frauen. Keine der insgesamt 52 Partien endete torlos. Die Damen der TSG Dülmen hadern allerdings mit der Saisonwertung, da ihnen der Aufstieg verwehrt wurde.

Montag, 29.06.2020, 18:29 Uhr
Die Fußballerinnen der TSG Dülmen müssen in der B-Liga bleiben. Der Verband wertete in der Liga keine Herbstmeisterschaft, die zum Aufstieg berechtigt hätte, weil eine sogenannte Dreierrunde gespielt wurde, die die Statuten eigentlich nicht vorsehen.
Die Fußballerinnen der TSG Dülmen müssen in der B-Liga bleiben. Der Verband wertete in der Liga keine Herbstmeisterschaft, die zum Aufstieg berechtigt hätte, weil eine sogenannte Dreierrunde gespielt wurde, die die Statuten eigentlich nicht vorsehen. Foto: privat

Nur acht Teams treten in der Kreisliga B der Fußball-Frauen an. Um nicht nur 14 Spiele in der Saison zu haben, wurde vereinbart, eine sogenannte Dreierrunde zu spielen (siehe Extra-Kasten). Doch corona-bedingt war schon nach 13 Spieltagen Schluss. Aufsteigen darf nur Union Lüdinghausen. Hier die Statistik dazu:

Die Knipser: Vera Billermann vom Meister Union Lüdinghausen war mit 19 Treffern die Ballerfrau der Liga. Carlotta Venker von der Reserve der SG Coesfeld 06 stand ihr nur wenig nach. Sie erzielte 18 Treffer. Gemeinsam auf dem dritten Rang landeten die Vereinskameradinnen Malina Hakvoort und Dorothee Rövekamp von der TSG Dülmen. Die beiden Torjägerinnen der Blau-Gelben erzielten jeweils 15 Buden.

Lust auf Tore: 254 Treffer oder 4,9 Tore pro Spiel erzielten die Damen in der abgebrochenen B-Liga-Saison. Kein Spiel endete torlos. Zum Vergleich: In der kompletten Vorsaison waren es „nur“ 213 Tore, was einen Schnitt von 4,7 Tore pro Spiel ergab.

Gefährlichste Offensive: Die TSG Dülmen bewies den größten Torhunger in ihren 13 Spielen. Die Blau-Gelben fanden gleich 58 Mal den Weg ins gegnerische Netz. Danach gibt es schon deutliche Lücken: Meister Lüdinghausen traf 50 Mal, das drittplatzierte Team von Westfalia Osterwick immerhin noch 42 Mal.

Harmlos: Nur ein laues Lüftchen war der Sturm von SW Holtwick II. Nur elf Treffer in 13 Spielen erzielten die Damen von der Bahnhofsstraße in Rosendahl. Nicht viel besser war das Team von Fortuna Seppenrade II, die immerhin 14 Mal in 13 Spielen zuschlugen.

Abwehrbeton: „Die Null muss stehen“, war schon ein altbekanntes Zitat von Huub Stevens, dem Schalker Kulttrainer. Seine Worte nahmen sich die Damen von Union Lüdinghausen sehr zu Herzen. Die Meistermannschaft kassierte nur zehn Gegentreffer in der gesamten Saison. Der Tabellenvierte SG Coesfeld 06 II musste nur 16 Mal den Ball aus dem eigenen Netz fischen.

Schweizer Käse: Auch hier haben sich Holtwick II (62 Gegentreffer) und Fortuna Seppenrade II mit 59 kassierten Toren unrühmlich hervorgetan.

Herbstmeister: Den gibt es aus Sicht der TSG Dülmen leider offiziell nicht. Die Blau-Gelben fühlen sich als Herbstmeister. Aufsteigen dürfen sie aber nicht, weil die Frauen im Kreis Coesfeld aufgrund der geringen Anzahl von nur acht Mannschaften pro Staffel eine Dreierrunde spielen wollten, was die Spielordnung des Verbandes aber eigentlich nicht vorsieht.

(Weitere Statistiken und Berichterstattung zum Thema in der Dienstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7473543?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819401%2F819403%2F
Nachrichten-Ticker