B-Junioren der TSG Dülmen feierten vor fast 50 Jahren die Westfalenmeisterschaft
Mit Straßenkickern zum Erfolg

Dülmen. Trainer Hans-Joachim Kablau und sein Kapitän Rudi Mischer feierten vor fast 50 Jahren den größten Erfolg einer Nachwuchsmannschaft der TSG Dülmen. Die B-Junioren-Kicker wurden sensationell im Sommer 1971 Westfalenmeister. Die DZ blickt auf die meisterliche Finalrunde zurück.

Mittwoch, 03.06.2020, 18:39 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 18:50 Uhr
Meister-Trainer Hans-Joachim Kablau (o.l.) mit seinem Team: (o.R.v.l.) Rudi Mischer, Hans-Jürgen Beck, Rüdiger Smarra, Peter Laspe, Josef Altrogge, Wolfgang van Horn, Jürgen Hoffmann, Hans Mölleck und Jugendobmann Otto Steinbrenner. Zudem (u.R.v.l.) Bruno Bertelsbeck, Heiner Nolte, Uwe Behrend, Jürgen Ströher, Werner Reick, Wolfgang Skaliks, Rüdiger Lücke und Dieter Rüsweg. Nicht auf dem Bild zu sehen ist Betreuer und Co-Trainer Klemens Segbert.
Meister-Trainer Hans-Joachim Kablau (o.l.) mit seinem Team: (o.R.v.l.) Rudi Mischer, Hans-Jürgen Beck, Rüdiger Smarra, Peter Laspe, Josef Altrogge, Wolfgang van Horn, Jürgen Hoffmann, Hans Mölleck und Jugendobmann Otto Steinbrenner. Zudem (u.R.v.l.) Bruno Bertelsbeck, Heiner Nolte, Uwe Behrend, Jürgen Ströher, Werner Reick, Wolfgang Skaliks, Rüdiger Lücke und Dieter Rüsweg. Nicht auf dem Bild zu sehen ist Betreuer und Co-Trainer Klemens Segbert. Foto: privat

An das Finale selber im Rußheide-Stadion von Fichte Bielefeld kann sich Hans-Joachim Kablau gar nicht mehr so genau erinnern. „Mehr Details sind mir von den knappen Runden zuvor in Erinnerung geblieben“, so der Fußball-Trainer, der vor fast 50 Jahren, im Sommer 1971 mit den B-Junioren der TSG Dülmen sensationell die Westfalenmeisterschaft erringen konnte. Bis heute eines der besten Junioren-Resultate in Dülmen.

Durch die Saison waren die Blau-Gelben ohne große Mühen gekommen. Am Ende der regulären Spielzeit standen die Kablau-Schützlinge verlustpunktfrei und mit einem sensationellen Torverhältnis von 92:7 an der Spitze der Tabelle und vor dem Nachbar-Rivalen Rasensport Coesfeld.
In der Finalrunde stotterte der TSG-Motor zunächst. Beim SuS Neunkirchen gab es nur ein 1:1. Das Entscheidungsspiel verfolgten erneut 400 Zuschauer und sahen dann einen verdienten 2:0-Erfolg der Blau-Gelben.
„Das Interesse an Fußball damals war riesengroß“, erinnert sich Kablau, der selber mit damals 24 Jahren nur knapp älter als seine Spieler war.
Dass der TSG-Nachwuchs dennoch so gut funktionierte, lag nach Meinung von Kablau an der guten Mischung. „Wir haben ein solides 4:3:3-System noch mit echtem Libero sowie Stopper gespielt. Vorne hatten wir drei Spitzen und mit Wolfgang van Horn einen Spieler in der Mitte, der die unmöglichsten Dinger reinmachte.“

Das Viertelfinale gegen den SC Oelde war mit einem 5:0 im eigenen Stadion eine deutliche Angelegenheit. In der darauffolgenden Runde wartete in der Sportschule Wedau mit Eintracht Gelsenkirchen ein starker Gegner. Trotz einer zunächst sicher wirkenden 2:0-Führung mussten die Blau-Gelben am Ende zittern. „Das war wirklich nervenaufreibend“, erinnert sich Kablau. Denn am Ende der regulären Spielzeit stand es 4:4. Die zwei Mal fünfminütige Verlängerung brachte keinen Treffer, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fiel. Hier zeichnete sich Torhüter Werner Reick im Kasten der Blau-Gelben aus, der zwei Schüsse der Gelsenkirchener abwehren konnte.

(Den kompletten Rückblick lesen Sie in der Donnerstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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