Bulderns Ü32-Fußballer waren 2017 bei den Deutschen Meisterschaften
„Gemeinschaft war überragend“

Buldern. Die Erinnerungen an die Deutschen Meisterschaften der Ü32-Fußballer 2017 sind bei Adler Buldern immer noch frisch. Neben dem sportlichen Abschneiden blieb vor allem die tolle Gemeinschaft in der großen Bulderaner Delegation in Erinnerung.

Freitag, 29.05.2020, 18:30 Uhr
Bulderns Ü32-Fußballer waren 2017 bei den Deutschen Meisterschaften: „Gemeinschaft war überragend“
Bei den Deutschen Meisterschaften der Ü32-Fußballer stellte Adler Buldern im Jahr 2017 die zweitgrößte Delegation. Foto: Archiv

Es war eine große Delegation, die an Fronleichnam 2017 von Buldern aus ins Vogtland startete. 18 Fußballer und zahlreiche Unterstützer reisten nach Schöneck. Einige weitere folgten noch am nächsten Tag. Denn dort standen die Deutschen Meisterschaften der Ü32-Fußballer auf dem Programm. Und so gelangte Adler Buldern in einen Satz mit dem FC Bayern München. Denn auch der Rekordmeister war mit seiner Ü32 im Vogtland am Start.

Sportlich und gemeinschaftlich

„Über das lange Wochenende wird heute immer noch gerne erzählt“, sagt Andreas Albring, der als einer von 18 Spielern das Adler-Trikot trug. Und das aus mehreren Gründen.

Sportlich schlugen sich die Bulderaner gut, kassierten im Turnier nur ein Gegentor. Mit zwei Siegen (4:0 gegen Großschwabhausen und 5:0 gegen die Leipziger Verkehrsbetriebe), einem Remis (0:0 gegen Neubrandenburg) sowie einem 0:1 gegen den Blumenthaler SV zog das Team ins Achtelfinale ein. Dort ging es gegen Spandau. Ein Team, gespickt mit ehemaligen Profis. „Die sind aktuell auch Deutscher Meister“, so Albring.

Nach einem 0:0 in der regulären Spielzeit ging es ins Elfmeterschießen. „Und das fing super an.“ Keeper Andre Hörsting, der mit angerissenem Innenband spielte, hielt den ersten Elfer, Bulderns Matthias Krüskemper traf. Danach verschossen zwei Bulderaner. „Als ich zum letzten Elfer ging, gab mit Peter Niehoff noch mit auf den Weg: Andreas, wenn Du verschießt, sind wir raus.“ Auch wenn Albring traf, der letzter Spandauer traf ebenfalls und beendete das Turnier für die Bulderaner - zumindest sportlich.

Doch es sind nicht nur die sportlichen Dinge, die bei Andreas Albring hängen geblieben sind. „Die Gemeinschaft war überragend. Wir hatten in der Gruppe eine Altersspanne von Anfang 20 bis über 70.“ Zudem gab es den ersten Höhepunkt, bevor die Fahrt überhaupt losging. „Das Wochenende begann mit einem Reisesegen von Pfarrer Hempelmann.“

Es war aber nicht nur der Zusammenhalt in der Bulderaner Delegation. Denn im Vogtland schlossen die Bulderaner Freundschaft mit den Fußballern aus Ratzeburg. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren gegenseitig bei unseren Hallenturnieren besucht“, berichtet Albring. Der Kontakt entstand, da beide Teams zumeist auf nebeneinanderliegenden Spielfeldern antraten. „Als Ratzeburg dann ausgeschieden war, haben sie uns unterstützt“, berichtet Albring. Als auch für die Adler-Mannen das Turnier zu Ende war, habe man sich zusammengesetzt. „Wir haben uns köstlich amüsiert.“

Deutsche Meisterschaft I-Tüpfelchen toller Jahre

Selbst wenn die Deutschen Meisterschaften das Highlight waren, auch die Jahre vorher hatten für die Adler-Kicker schon einiges zu bieten. „Wir haben im Kreispokal-Finale vor 250 Zuschauern gespielt. Welches Altherrenspiel hat schon so einen Zuspruch?“

Was folgte, war 2016 die Teilnahme an der Westfalenmeisterschaft in Kaiserau. Hier blieb Adler Buldern das gesamte Turnier über ohne Gegentor und sicherte sich mit einem 1:0-Erfolg gegen den VfB Kirchhellen den Westfalentitel und das Ticket für die Deutsche Meisterschaft ein Jahr später. „Wir waren fußballerisch eine echt gute Truppe.“

Und diese sorgte somit auch überregional für Schlagzeilen. „Wie einst der ‚Tolle Bomberg‘ gelingt Buldern der nächste Streich“, titelte ein Sportportal aus dem Kreis Unna nach dem Sieg bei den Westfalenmeisterschaften.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7429208?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819401%2F819403%2F
Nachrichten-Ticker