Statistik der abgebrochenen B-Liga-Fußballsaison
Nick Sommer sehr treffsicher

Dülmen. Zehn Spieltage fehlen den Kickern der Fußball-Kreisliga B Ahaus/Coesfeld, Staffel 2, coronabedingt in dieser Saison. Aufsteigen werden der SuS Olfen II als aktueller Tabellenführer und die DJK Rödder als Herbstmeister. Das Team von Trainer Ralf Kemper hatte sich nach Aussagen des Coaches „fast die gesamte Saison hindurch durch dumme Niederlagen gekonnt gegen die Tabellenführung gewehrt“ - nur ein Mal nicht. Pünktlich zur Herbstmeisterschaft. Und das beschert den Rot-Schwarzen nun die A-Liga-Zugehörigkeit.

Montag, 18.05.2020, 19:11 Uhr aktualisiert: 20.05.2020, 12:43 Uhr
SF-Keeper Alexander Kreidner zählt mit Timo Tetzlacht (Rödder) zu den Dauerläufern der Liga.
SF-Keeper Alexander Kreidner zählt mit Timo Tetzlacht (Rödder) zu den Dauerläufern der Liga. Foto: mast

Bester Angriff:

Die beiden Aufsteiger zeigten sich in den jeweils 20 Saisonspielen besonders treffsicher vor dem gegnerischen Tor. Die Olfener kamen auf 79 Treffer, was einer Quote von 3,95 Toren pro Spiel entspricht. Wäre die Saison regulär zu Ende gespielt worden, hätte der Aufsteiger vermutlich an die 120 Treffer erzielt. Ähnlich erfolgreich waren die Rödderaner, die 73 Mal den Ball ins Gehäuse brachten.

Harmloseste Offensive:

Hier ist der Tabellenletzte SV Eggerode mit gerade einmal 22 Toren weit vorne. Die U23 der DJK Eintracht Coesfeld II war mit 27 Toren auch nicht viel besser. Überraschend: Mit gerade einmal 38 Treffern kam der VfL Billerbeck II auf satte 42 Punkte und so auf den aktuell zweiten Platz in der Abbruch-Tabelle.

Stabilste Deckung:

Die Abwehrreihen dicht geschlossen hatte zumeist der SuS Hochmoor, der in den 19 Spielen nur 28 Mal den Ball aus dem eigenen Netz fischen musste. 29 Gegentore wies der VfL Billerbeck II auf.

Löchrigste Abwehr:

Die Schießbude der Liga war der SV Eggerode. 81 Gegentreffer, oder mehr als vier Gegentore pro Spiel, kassierten die Kicker aus dem Vechte-Stadion. Auf den weiteren Plätzen folgten Westfalia Osterwick II mit 71 Gegentoren sowie DJK Eintracht Coesfeld II (63) und Union Lüdinghausen II (62).

Treffsicherheit:

Da haben die Kicker in diesem Jahr deutlich zugelegt. In den 316 Spielen der aktuellen Saison trafen die B-Ligisten 741 Mal, was einem Schnitt von 4,7 Toren pro Spiel entspricht. In der vorherigen Saison waren es „nur“ vier Treffer im Durchschnitt (bei 480 Spielen).

Bester Knipser:

Die Torjägerliste führt Nick Sommer von der DJK Rödder an. Er lief 18 Mal für die Rot-Schwarzen auf und war 22 Mal erfolgreich. Gegen Lavesum traf er vierfach, drei Treffer erzielte er beim 5:3-Erfolg über SG Coesfeld II.

Meister der Hinrunde:

Das hatten die Kicker der DJK Rödder gar nicht so auf dem Schirm, dass sie Meister der Hinrunde waren, da ein Spieltag vorgezogen war und die Tabelle so schwer zu lesen war.

König der Rückrunde:

Mit vier Siegen und einem Remis ist das Reserve-Team der DJK Adler Buldern am besten aus der Winterpause gekommen. Den Blau-Weißen dürfte die Corona-Zwangspause damit gar nicht recht gekommen sein.

Heimstärke:

Die Bulderner-Reserve ist im eigenen Adler-Horst eine echte Macht. Das Team von Max Tönnis und Lukas Bredeck blieb als einziges Team der Liga Zuhause ungeschlagen. Am Ende schlugn acht Siege und zwei Remis zu Buche. Als gute Gastgeber erwiesen sich die Eggeroder, die acht Mal den Gastmannschaften die drei Punkte mitgaben und nur in einem Heimspiel erfolgreich waren (3:1 gegen DJK Eintr. Coesfeld II).

Auswärtspower:

Appelhülsen kam am besten auf des Gegners Platz zurecht. Die Arminen fuhren sieben Siege und ein Remis ein und holten so 22 Punkte. Erneut Schlusslicht ist der SV Eggerode, der auswärts nur einen Sieg holte und zehn Mal mit leeren Händen heimfuhr.

Remiskönige:

Die Remiskönige der Liga sind die Kicker von SW Beerlage, die gleich sieben Unentschieden für sich verbuchten. Hop oder Top hieß es für VfL Billerbeck II und SV Eggerode. Sie verließen entweder als Sieger den Platz oder aber verloren die Partie.

Höchster Sieg:

Den höchsten Sieg fuhr die DJK Rödder am 15. Spieltag gegen BW Lavesum ein. Das Team von Trainer Ralf Kemper gewann am 10. November mit 9:0.

Torreichstes Spiel:

Zehn Treffer bekamen die Zuschauer bei den Spielen zwischen SW Beerlage und Westfalia Osterwick II (9:1) und BW Lavesum gegen Fortuna Seppenrade II (9:1) zu sehen.

Dauerläufer:

Zu den Dauerläufern der Liga zählen Timo Tetzlacht von DJK Rödder, der nur am ersten Spieltag zur Halbzeit ausgewechselt wurde, ansonsten aber immer auf dem Platz stand und somit auf 1754 Einsatzminuten kam. Torhüter Alexander Kreidner von SF Merfeld II war ähnlich fleißig. Er verzeichnet 1753 Einsatzminuten.

Fairness:

Den Fairness-Preis hat sich mit weitem Abstand die Reserve der DJK VfL Billerbeck verdient. Die Kicker vom Helker Berg wurden nur 17 Mal per Gelber Karte vom Schiedsrichter verwarnt und kamen gänzlich ohne Platzverweis aus. Kein Kind von Traurigkeit waren die Kicker der SF Merfeld II die 53 Gelbe, zwei Gelb-Rote und drei Rote Karten kassierten.

Kartenspiele:

513 Mal zückten die Unparteiischen den Gelben-Karton. Dazu wurden 14 Spieler mit der Gelb-Roten und 15 Kicker mit der Roten Karte vorzeitig zum Duschen geschickt. Aber so unfair war es gar nicht in der B-Liga. In insgesamt neun Partien blieb das Kartenspiel der Refferees gänzlich in den Gesäßtaschen. Die meiste Arbeit hatten die Unparteiischen im Spiel der Sportfreunde Merfeld II gegen Appelhülsen. Hier zückte der Unparteiische sieben Gelbe und eine Gelb-Rote Karte beim 2:1-Sieg der Sportfreunde gegen die Merfelder. Erstaunlich: Die Appelhülsener ließen sich nicht davon anstecken und kamen gänzlich ohne Karte aus.

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