Fußball-Verband empfiehlt eine salomonische Aufstiegsregelung
Rödder darf sich auf A-Liga freuen

Dülmen. Keine Absteiger, aber der Herbstmeister und der aktuelle Tabellenführer sollen bei den Amateur-Fußballern aufsteigen. Profitieren von der Regelung kann die DJK Rödder, die genau zur Herbstmeisterschaft einmal die B-Liga angeführt hat.

Mittwoch, 06.05.2020, 18:44 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 18:50 Uhr
Der Einsatz der Rödderaner, wie hier Sebastian Mengelkamp (l.) hat sich gelohnt. Die Rödderaner profitieren von der Aufstiegsregelung des Verbandes und steigen als Herbstmeister der B-Liga auf.
Der Einsatz der Rödderaner, wie hier Sebastian Mengelkamp (l.) hat sich gelohnt. Die Rödderaner profitieren von der Aufstiegsregelung des Verbandes und steigen als Herbstmeister der B-Liga auf. Foto: tag

Fußball-B-Ligist DJK Rödder dürfte von der salomonischen Aufstiegsregelung im Fußball profitieren. Am Mittwochmittag wurde bekannt, dass der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) dem Präsidium eine endgültige Empfehlung zur Wertung der Saison 2019/20 vorgelegt hat: Diese sieht einen Abbruch der aktuellen Spielzeit mit Aufsteigern und ohne Absteiger in den Amateurspielklassen von der Kreisliga D bis zur Oberliga Westfalen vor. Zur Berechnung der Aufsteiger hat der VFA ein Modell entwickelt, wonach sowohl der aktuelle Tabellenführer als auch der Hinrunden-Erste aufsteigen werden.

Hier profitiert die DJK Rödder. Denn die Truppe von Ralf Kemper war pünktlich zur Herbstmeisterschaft ein Mal an der Spitze der Tabelle. „Das ist natürlich super, dass es jetzt noch reicht“, freut sich Ralf Kamper, Trainer der Rot-Schwarzen. „Aber meine Mannschaft hat es sich durchaus verdient. Wir haben seit drei Jahren viel investiert, um endlich in die Kreisliga A aufzusteigen. Jetzt scheint es zu klappen.“

Doch ein kleines Fragezeichen gibt es noch für die Rödderaner. Denn die vorgeschlagene Aufstiegsregelung ist noch nicht definitiv beschlossen. Am Montag, 11. Mai, beraten die Kreisvorsitzenden dann gemeinsam mit dem Präsidium in der Ständigen Konferenz über die VFA-Empfehlung. Anschließend wird ein außerordentlicher Verbandstag im Juni über den endgültigen Saisonabbruch mit der vorgeschlagenen Wertung abstimmen.
„Der VFA hat die bestmögliche und fairste Lösung für den Großteil der Vereine gefasst. Die Empfehlung schöpft all unsere Möglichkeiten aus, um den Gegebenheiten in all unseren Staffeln gerecht zu werden. Es war keine leichte Aufgabe, schließlich reden wir hier von 6641 Männer- und Frauen-Mannschaften in 233 Staffeln“, spricht Präsident Gundolf Walaschewski von einer salomonischen Regelung.

Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball: „Der Saisonabbruch ist der ausdrückliche Wunsch der Vereine – genau wie eine Wertung, um die bisher sportlich erbrachte Leistung zu würdigen. Wir haben es uns alles andere als leicht gemacht und uns die Ligen sehr genau angeschaut.“
Mit den zusätzlichen Aufstiegsplätzen sowie der Installation weiterer Bezirksliga- und Landesliga-Staffeln wollen die Fußball-Funktionäre den Vereinen entgegenkommen. In den kommenden zwei Jahren werde es dann vermehrt Absteiger geben, um die Ligen wieder zurückzufahren.

(Mehr zum Thema, wie alle Aufsteiger in den einzelnen Ligen, einen Kommentar sowie ein Interview mit dem Kreisvorsitzenden Willy Westphal finden Sie in der Donnerstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im entsprechenden E-Paper.)

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