Reitvereine von Corona-Pandemie besonders betroffen
Soforthilfe beantragt

Dülmen. Die drei Dülmener Reitvereine sind durch die Corona-Pandemie besonders betroffen. Denn die Pferde brauchen Futter und eventuell einen Tierarzt. Das verursacht Kosten. Doch der Reitbetrieb ruht weiter. Noch. Die Vereine hoffen auf den Start.

Dienstag, 05.05.2020, 18:24 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 18:30 Uhr
Die Schulpferde in Buldern haben ausnahmsweise schon jetzt eine große Koppel zur Verfügung, um sich bewegen zu können.
Die Schulpferde in Buldern haben ausnahmsweise schon jetzt eine große Koppel zur Verfügung, um sich bewegen zu können. Foto: privat

Die Corona-Krise trifft die Dülmener Reitvereine besonders hart. Die Pferdesportler können ihre Vierbeiner nicht einfach wie einen Volleyball in die Ecke legen und nach Wochen wieder hervorkramen. Die Tiere wollen weiter bewegt und gefüttert werden, der Tierarzt muss manchmal tätig werden. Das verursacht Kosten, die bei ausbleibenden Trainingsstunden trotzdem gestemmt werden müssen.

Der Reitbetrieb beim Dülmener Reiterverein wurde mit Beginn der Corona-Krise sofort eingestellt und ruht auch aktuell noch komplett. „Wir haben nur das Problem, dass wir unsere Schulpferde nicht nur in den Stall stellen können. Die Tiere müssen weiter bewegt werden“, sagt Stephan Schürhoff, zweiter Vorsitzender des Vereins und verweist auch auf den Tierschutz.

Soforthilfe beantragt

Der Verein habe die Soforthilfe für Kleinbetriebe in Höhe von 9000 Euro beantragt. „Wir sind ja zum Teil auch ein Wirtschaftsbetrieb“, so Schürhoff weiter. Über den ersten Monat würde das den Verein auch bringen. „Aber wenn die Krise und der Stillstand des Reitbetriebes noch länger andauern, dann wird es kritisch.“ Der RV Dülmen stellt die Versorgung der Pferde mit einem eindeutigen Hygienekonzept und einen Terminplan sicher. „Das klappt auch sehr gut. Unsere Reitschüler sind da sehr diszipliniert.“

Jetzt hofft Schürhoff, dass der Reitbetrieb zeitnah wieder aufgenommen werden kann. Der Verein halte sich da an die Vorgaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, der FN, des Dachverbandes der hiesigen Reitvereine gewandt. Dieser empfehle bei entsprechenden Hygienemaßnahmen ein Pferd und ein Reitschüler auf 200 Quadratmetern in der Halle. „Das würde bedeuten, dass wir sechs Pferde gleichzeitig in unserer Halle bewegen können.“

Hoffen auf Großpferdeturnier und Kreismeisterschaft

Die Stadtmeisterschaft der Reiter beim RV Dülmen wurde schon abgesagt. Beim Großpferdeturnier im Juni und der Kreismeisterschaft im Juli warten die Verantwortlichen des RV Dülmen noch ab.

(Wie die Situation beim ZRuFV Buldern sowie bei der TG Holsterbrink ist, lesen Sie in der Mittwochs-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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