Die TT-Landesliga-Saison ist für Jugend 70 Merfeld vorzeitig beendet
„Wären in der Champions League“

Merfeld. Die Tischtennis-Landesliga wird aufgrund der Corona-Krise vorzeitig abgebrochen. Die Merfelder um Spitzenspieler Raphael Schwaag beenden die Saison auf dem dritten Rang. Im Interview bezieht der Jugend 70-Kapitän Stellung.

Freitag, 03.04.2020, 18:31 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 18:50 Uhr
Bis zum 29. August findet für Raphael Schwaag und die Spieler des Tischtennis-Landesligisten Jugend 70 Merfeld kein Wettkampf statt.
Bis zum 29. August findet für Raphael Schwaag und die Spieler des Tischtennis-Landesligisten Jugend 70 Merfeld kein Wettkampf statt. Foto: Steinbrenner

Eigentlich wollten sich die Tischtennis-Herren von Jugend 70 Merfeld am 4. April mit einem Heimsieg gegen den TB Burgsteinfurt II aus der Saison 2020/21 verabschieden. Doch die Corona-Pandemie macht dem Sextett einen Strich durch die Rechnung. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) und die 18 Landesverbände entschieden, dass die Spielzeit 2019/20 in ganz Deutschland von der untersten Kreisklasse bis zur Bundesliga (Ausnahme ist die von der TTBL Sport GmbH eigenständig organisierte und verwaltete 1. Herren-Bundesliga) inklusive der Pokal- sowie Relegationsspiele mit sofortiger Wirkung beendet ist. Es zählt die Tabelle vom 12. März. Für das Jugend 70-Team bedeutet dies Platz drei. DZ-Mitarbeiter Marco Steinbrenner sprach mit Jugend 70-Kapitän Raphael Schwaag über den vorzeitigen Saisonschluss und die lange Pause bis zum Start der Hinrunde am 29. August 2020.
Wie haben Sie die Entscheidung aufgenommen?
Raphael Schwaag: Überraschend kam sie für mich nicht. Ich hatte es schon ein bisschen geahnt.
Wie bewerten Sie den dritten Rang?
Schwaag: Das ist ein gutes Ergebnis. In der Fußball-Bundesliga wären wir jetzt für die Champions League qualifiziert (lacht). Wir hatten frühzeitig mit dem Abstieg nichts zu tun und damit schnell unser Saisonziel erreicht.
Keine Spiele – kein Training. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit ohne Tischtennis?
Schwaag: Ich erledige Dinge, die vorher liegen geblieben sind. Am Haus sind einige Sachen zu machen. Ab und zu wird es mal ein wenig langweilig. Ruhe tut aber auch ganz gut, wenngleich ich schon wieder Lust habe, Tischtennis zu spielen.
Besteht Kontakt zu den Teamkollegen?
Schwaag: Mehr oder weniger und wenn dann über unsere Whatsapp-Gruppe und per Telefon. Wir haben diskutiert, wie es denn wohl mit der Saison weitergehen würde und uns ausgetauscht, in welcher Art und Weise jeder einzelne privat sowie beruflich mit dem Corona-Virus umgeht. Frank Verbeet beispielsweise hatte mit seiner Tochter Emma geplant, in den Osterferien einen Lehrgang der Tischtennis-Schule von Borussia Düsseldorf zu besuchen. Dieser Termin wurde natürlich abgesagt.

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