TSG Dülmen verpasst in Überzahl einen Sieg beim RC Borken-Hoxfeld
Aschermittwoch-Stimmung am Karnevalssamstag

Dülmen. Nach dem 0:0 im Bezirksliga-Nachholspiel beim RC Borken-Hoxfeld herrscht Aschermittwoch-Stimmung bei der TSG Dülmen. Obwohl die Blau-Gelben eine Stunde in Überzahl waren, wollte ein Treffer einfach nicht gelingen.

Sonntag, 23.02.2020, 18:55 Uhr aktualisiert: 23.02.2020, 19:00 Uhr
Rinor Gosalci klärt vor Navid Ahmad (r.), der in der 79. Minute bei der TSG Dülmen für Gioel Aresu eingewechselt worden war.
Rinor Gosalci klärt vor Navid Ahmad (r.), der in der 79. Minute bei der TSG Dülmen für Gioel Aresu eingewechselt worden war. Foto: t

Einem Karnevalstusch gleich kam der Abpfiff von Schiedsrichter Ferid Tasbasi (Gelsenkirchen) am Ende der Bezirksligabegegnung des RC Borken-Hoxfeld gegen TSG Dülmen am Samstag auf dem Hoxfelder Kaninchenberg. Spieler, Trainer und Betreuer der Hausherren lagen sich in den Armen.

Remis fühlt sich wie Sieg an

Denn soeben hatte der RC als krasser Außenseiter einen Punkt gegen die Blau-Gelben „ermauert“. 0:0 hieß es nach einer denkwürdigen Begegnung. „Für uns fühlt sich das Unentschieden wie ein Sieg an“, gab RC-Trainer Dennis Seeger einen Einblick in sein Seelenleben. TSG-Trainer Philipp Schulte beklagte die letzte Konsequenz bei dem Sturmlauf seiner Elf. Für ihn herrschte eher Aschermittwochstimmung.

Die Gäste begannen auf der Asche druckvoll mit Rückenwind. Und gleich setzte Tobias Korte eine Flanke auf den Torgiebel (5.). Der Tabellensiebte versäumte es jedoch im weiteren Verlauf, seinen Druck auch in Tormöglichkeiten umzusetzen. Zu oft landeten die langen Bälle im Toraus. Die Hausherren ihrerseits lauerten auf Gelegenheiten, nach Balleroberung schnell nach vorn zu spielen.

Rote Karte für van Klaveren

Kevin van Klaveren hatte für die Borkener in Minute 22 seine Chance, vergab aber aus spitzem Winkel. Im Mittelpunkt stand van Klaveren auch, als er in einem Laufduell völlig ohne Grund dem Dülmener Mazlum Genc mit einem Ellenbogencheck außer Gefecht setzte und dafür zu Recht die Rote Karte erhielt (30.).

Damit waren die taktischen Pläne der Gastgeber dahin. In Unterzahl mussten die Gastgeber alle Kräfte bündeln, um ihren schnellen und technisch besseren Gegner in Schach zu halten. Hinten standen die Seeger-Schützlinge kompakt und räumten ab, was ihnen vor die Füße kam. Torszenen hüben wie drüben waren Mangelware.

Powerplay wird nicht belohnt

Nach dem Wiederanpfiff zog TSG Dülmen ein wahres Powerplay auf. Gioel Aresu verfehlte knapp das Ziel (46.). Ein Tor wollte nicht fallen, weil sich RC-Schlussmann Richard Groß-Thebing sich mutig den blau-gelben Angreifern entgegenwarf.

RC Borken-Hoxfeld: Groß-Thebing; Sven Seeger, Niehaves, Björn Seeger (60. Gosalci), Wenk (88. Fitting), van Klaveren, Derksen, Anschlag, Strecker (46. Rößmann), Alexander Höing (60. Liedmeyer), Timo Höing.

TSG Dülmen: Sylla, Kettner, Arnsmann, Tobias Korte, Genc (79., Christian Korte), Aresu (79., Ahmad), Kock, Usein (69. Koutinas), Benterbusch, Besler, Schwarz.

Tore: Fehlanzeige

Rote Karte: Kevin van Klaveren wegen Ellbogenchecks (30.)

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