Dülmener Vereine haben Probleme, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten
Altherren in der Krise

Dülmen. Der Altherren-Fußball steckt in der Krise. Nicht mehr alle acht Vereine können Teams stellen. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Am 7. Januar suchen die Altherren-Obmänner um Karl Nathaus und Stefan Nettebrock nach Lösungen.

Freitag, 27.12.2019, 19:19 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 19:30 Uhr
Die Altherren-Obmänner Karl Nathaus (l., TSG Dülmen) und Stefan Nettebrock (Brukteria Rorup) versuchen gemeinsam dem Abwärts-Trend im Altherren-Fußball entgegenzuwirken.
Die Altherren-Obmänner Karl Nathaus (l., TSG Dülmen) und Stefan Nettebrock (Brukteria Rorup) versuchen gemeinsam dem Abwärts-Trend im Altherren-Fußball entgegenzuwirken. Foto: Primus

Wenn am 7. Januar die Obmänner der Altherren-Abteilungen der acht Dülmener Fußball-Vereine im Clubheim der TSG Dülmen die Köpfe zusammenstecken, wird das die letzte Sitzung für Stefan Nettebrock, Altherren-Obmann des SV Brukteria Rorup sein. „Für mich ist im Sommer Schluss.“ Der 44-Jährige hat resigniert. „Das macht einfach keinen Spaß mehr. Es wird immer schwerer.“

Die Roruper stellen aktuell keine Altherren-Mannschaft mehr. Einmal die Woche treffen sich die Roruper zum Altherren-Training. „Manchmal nur mit rund sechs Spielern.“ Das habe verschiedene Gründe. Einer sei: „Uns fehlt ein ganzer Jahrgang nach dem Aufstieg mit Andre Bertelsbeck. Von den Jungs ist niemand mehr da“, so Nettebrock. Das liege zum Teil an Verletzungen, aber auch an mangelndem Interesse oder dass die Jungs nicht in Rorup wohnten.

Überhaupt macht der Altherren-Fußball in Dülmen schwere Zeiten durch. „Es ist nicht mehr wie früher“, sagt auch TSG-Obmann Karl Nathaus. „Dazu fehlt einfach bei vielen Vereinen der Unterbau.“ Bei der TSG Dülmen sei es nach den Oberliga- und Landesliga-Zeiten auch schwierig gewesen, am Altherren-Spielbetrieb teilzunehmen. „Da kamen viele Jungs von außerhalb. Seitdem bei uns wieder viele Dülmener Jungs kicken, ist es deutlich einfacher.“

Es gebe aber mit Adler Buldern, DJK Rödder, DJK und TSG Dülmen und seit kurzer Zeit mit GW Hausdülmen nur fünf der acht Vereine, wo es noch einigermaßen gut mit Altherren-Fußball läuft.

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