Der Deutsche Meister Manuel Sanders auf Stippvisite in Dülmen
Schreck bei Blick auf Anzeigentafel

Dülmen. Auf Stippvisite in Dülmen erreichte die DZ gestern Mittag Manuel Sanders, den frischgebackenen Deutschen Meister über 400 Meter. „Am Mittwoch geht es für mich schon wieder weiter zur Team-Europameisterschaft nach Polen. Und eventuell darf ich jetzt auch noch bei der Weltmeisterschaft in Doha Anfang September laufen“, so Sanders. Da wollte der sympathische junge Mann noch mal schnell seine Familie sehen.

Montag, 05.08.2019, 18:59 Uhr
Manuel Sanders atmet nochmal tief durch. In Berlin feierte der Dülmener seinen größten Triumph: Deutscher Meister.
Manuel Sanders atmet nochmal tief durch. In Berlin feierte der Dülmener seinen größten Triumph: Deutscher Meister. Foto: Screenshot sportschau.de

Der 21-Jährige überraschte am Sonntag mit einem tollen Lauf im Berliner Olympiastadion vor 36.500 Zuschauern. „Da war schon eine ganz tolle Stimmung. Und als ich dann noch als Erster durchs Ziel laufen konnte...“. Er verbesserte seine persönliche Bestzeit am Wochenende um eine Sekunde. „Ich wusste schon durch die U23-Europameisterschaft, wo ich fliegend 45,1 Sekunden gelaufen bin, dass ich derzeit schnelle Beine habe. Daher hatte ich mir auch eine Zeit unter 46 Sekunden vorgenommen.“ In 45,86 Sekunden kam Sanders ins Ziel. So schnell ist in diesem Jahr noch kein anderer deutscher Mann auf der Stadionrunde gelaufen. „Als ich nach dem Lauf zur Ergebnistafel geschaut habe, habe ich mich kurz erschrocken - und dann aber auch sehr gefreut.“

Über 200 Glückwünsche

Zeit zum Feiern blieb Sanders nicht. Auf seinem Handy trudelten am Sonntag zahlreiche Glückwünsche via WhatsApp, Instagram und Facebook ein. „Da habe ich die 200er-Marke geknackt. Auf der Rückfahrt von Berlin habe ich am Sonntag eine Stunde lang SMS beantwortet.“

Wechsel zahlt sich aus

Der Wechsel über die TSG Dülmen und Preußen Münster zur LG Olympia nach Dortmund „war die beste Entscheidung für mich.“ Zu seinem Trainer Thomas Kremer habe er ein Superverhältnis. „Der hat ordentlich was auf dem Kasten.“ So sei auch die Leistungsexplosion, die jetzt mit dem U23-Europameistertitel mit der Staffel und dem Einzeltitel am Wochenende in Berlin gekrönt wurde, zu erklären. „Ich habe mit Torben Junker und Henrik Krause auch eine starke Trainingsgruppe. Das pusht mich noch mal und zahlt sich schon aus.“

Die Nominierung für die Weltmeisterschaft in Katar sei noch nicht raus. „Aber wahrscheinlich darf ich jetzt zwei Monate länger laufen“, nimmt Sanders die Strapazen und den Höhenflug gerne mit - und genießt die Zeit in Dülmen.

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