Zwei DJK-Judoka obenauf
Deutsche ID-Judo-Einzelmeisterschaften in Bocholt

Dülmen. Aus ganz Deutschland, England, Schottland, Österreich und den Niederlanden kamen die geistig behinderten Judoka, um im niederrheinischen Bocholt an den nun schon 21. Internationalen Deutschen Judoeinzelmeisterschaften teilzunehmen. Die Kämpfer der DJK Dülmen überzeugten nach Meinung ihrer Trainer, Klaus Witt, Margit Böcker, Heike Barthen, Bernard Freitag, Marcel Mülder und Lukas Kollmer wieder mit herausragenden Vorstellungen.

Mittwoch, 08.05.2019, 17:46 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 17:49 Uhr
Carina Niemeyer (h.re.) holte sich den Titel des Deutschen Meisters. Aber auch alle anderen DJK-Judoka waren mit den Ergebnissen zufrieden.
Carina Niemeyer (h.re.) holte sich den Titel des Deutschen Meisters. Aber auch alle anderen DJK-Judoka waren mit den Ergebnissen zufrieden. Foto: privat

Die Wettkämpfe standen auch im Zeichen der zweiten ID-Europameisterschaft, die vom 17. bis 20. Oktober in Köln ausgetragen wird. Das machte sich besonders an der Rekordbeteiligung bemerkbar. 138 Judoka hatten in diesem Jahr für Bocholt gemeldet, hinzu kamen noch 70 Teilnehmer für den Jigoro-Kano-Cup. Die deutschen Meister bzw. bestplatzierten deutschen Judoka erkämpften sich hier das Startrecht für die zweiten Europäischen Titelkämpfe.

Hoch spannend verliefen die meisten Wettkämpfe in einer sich rasant entwickelnden Sportart. In vielen Gewichtsklassen gab es ein äußerst niveauvolles Judo mit sehr knappen Entscheidungen. Auch trugen die internationalen Teilnehmer erheblich zum gestiegenen Leistungsniveau bei.

Briten haben die Nase vorn

Besonders die Britischen ID-Judoka, mit Welt- und Europameister Christopher Murphy an der Spitze, kämpfen noch auf einem anderen Niveau. So war es nur logisch, dass Chris Murphy, der vermutlich beste ID-Judoka der Welt, auch den Technikpreis der IDEM gewann. Aber die heimischen ID-Judoka holen auch hier mächtig auf.

In der Wettkampfklasse I setzte sich bei den Frauen die Dülmenerin Carina Niemeyer in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm durch und wurde Deutsche Meisterin. In der Wettkampfklasse 2 der Männer war in der Klasse bis 73 Kilogramm der Tobias Weyck oben auf.

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