400-Meter-Läufer Manuel Sanders freut sich auf Japan
Erst der Sport, dann der neue Job

Dülmen. 400-Meter-Läufer Manuel Sanders braucht seinen Koffer nach dem Lehrgang auf Teneriffa (DZ berichtete) nicht großartig wegzupacken. Denn in 14 Tagen geht es für den 21-Jährigen mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband für weitere vier Wochen auf einen Lehrgang nach Japan. Vor dem Asien-Trip unterhielt sich DZ-Sportredakteur Jürgen Primus mit dem ehemaligen Spitzenläufer der TSG Dülmen.

Freitag, 05.04.2019, 18:30 Uhr
400-Meter-Läufer Manuel Sanders freut sich auf Japan: Erst der Sport, dann der neue Job
Manuel Sanders (M.) behauptete sich beim Lehrgang auf Teneriffa gegen die deutsche 400-Meter-Elite und erhielt so eine Einladung für einen Vorbereitungslehrgang in Yokohama. Dort traut er sich den Sprung in die Mannschaft für die Staffel-Weltmeisterschaft durchaus zu. Foto: privat

Nach gesundheitlichen Rückschlägen zum Ende des Jahres scheint es jetzt bei Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes wieder zu laufen. Wie geht es Ihnen?
Manuel Sanders: Ich hatte seit März des vergangenen Jahres an einer Schambeinverletzung laboriert, die erst ab Dezember richtig behandelt wurde. Dass es jetzt schon wieder so gut läuft, hat mich und meinen Trainer Thomas Krämer schon überrascht. Aktuell bin ich beschwerdefrei, worüber ich natürlich sehr glücklich bin.
Wie war der Lehrgang auf Teneriffa, was wurde in den 14 Tagen gemacht?
Sanders: Sehr gut. Wir haben das warme Wetter dazu genutzt, einen Wettkampf zu simulieren. Dazu wurden insgesamt fünf Tempoläufe mit verschiedenen Streckenlängen durchgeführt. Die Tage davor und danach wurden zur Vorbereitung und Nachbereitung genutzt. Insgesamt waren wir acht Sportler. Sich mit der kompletten deutschen Männer-Elite zu messen und zu trainieren, bringt mir persönlich natürlich sehr viel.
Jetzt gab es vom Bundestrainer und dem DLV eine Einladung für einen vierwöchigen Vorbereitungslehrgang nach Yokohama (Japan). Am Ende könnte ein Einsatz bei den Staffelweltmeisterschaften stehen. Wie bereiten Sie sich darauf vor und verspüren Sie Druck?
Sanders: Ich nutze die zwei Wochen zwischen den beiden Lehrgängen in Deutschland für diverse Arztbesuche, um mich noch einmal komplett durchchecken zu lassen. Zudem konzentriere ich mich gerade voll auf mein Training. Druck verspüre ich im Moment noch nicht so wirklich, vielmehr überwiegt die Vorfreude auf die weite Reise, schließlich habe ich bislang noch nie Europa verlassen. Die Nervosität kommt dann sicherlich langsam, je weiter es auf die Staffelweltmeisterschaft zugeht, denn dort kann man eine Wildcard für die Weltmeisterschaft in Doha gewinnen, und diese dient zur Qualifikation für Olympia 2020 in Tokio. Das ist unser gemeinsames Ziel.

Das komplette Interview bringt die DZ in der Samstags-Printausgabe und im E-Paper.

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