Fußballer und ihre Spitznamen
Von Boris über Spinne bis Karius

Dülmen. Sie sind so alt, wie die Menschheit selbst, haben ab und zu eine Bedeutung oder einen tieferen Sinn und sind mitunter manchmal sogar lustig. Bisweilen begleiten sie einen Menschen ein Leben lang, wobei der Betroffene oftmals gar nicht so genau sagen kann, wie er entstanden ist oder woher er tatsächlich rührt - sein Spitzname.

Freitag, 25.01.2019, 19:09 Uhr aktualisiert: 25.01.2019, 19:30 Uhr
Johannes Asholt (l.), Torhüter der DJK Rödder und Loris Karius, ehemaliger Keeper des FC Liverpool, könnten den gleichen Friseur haben. Aufgrund seines Dutts wird Asholt beim Fußball-B-Ligisten nur Karius gerufen.
Johannes Asholt (l.), Torhüter der DJK Rödder und Loris Karius, ehemaliger Keeper des FC Liverpool, könnten den gleichen Friseur haben. Aufgrund seines Dutts wird Asholt beim Fußball-B-Ligisten nur Karius gerufen. Foto: jp

In Zeiten von Jannik und Niklas, mal so, mal anders geschrieben, kann es hilfreich sein, einen Spitznamen zu besitzen. Wobei die Verniedlichung von Tim oder Klaus mit einem „i“ am Ende dem Timmi oder Klausi vielleicht nicht immer recht sind. Dass der Dominik vielfach „Domme“ gerufen wird, wie beim Merfelder Keeper Dominik Brocks, liegt nahe. Wer schreit schon über den halben Platz Hans-Christian oder Tom-Steffen. Ab dreisilbig dauerts einfach zu lange.

Wenn auf dem Platz oder in der Halle Sekundenbruchteile entscheidend sind, muss die Ansage kurz sein. „Leo“ oder „Torwart“ - da zuckt jeder bei entsprechender Lautstärke zusammen und weiß Bescheid, dass er seine Füße besser heraushält. Die Sportler, die mit einem kurzen Vor- oder Nachnamen gesegnet sind, haben in der Regel keinen Spitznamen. Wie will man einen „Jan“ auch verulken?

Seit einigen Jahren hat Ahmed Ibrahim, Trainer der TSG Dülmen, den Spitznamen „Neco“ - angelehnt an den türkischen Fußball-Nationalspieler. Lars Prawitz wird bei den Blau-Gelben nur „Puler“ gerufen. „Smad“ ist Sven Müller.

Es ist nicht überliefert, ob der Hiddingseler Achim Grothues immer gesund lebt und viel Multivitaminsaft trinkt. „Ich weiß nur, dass er Ace gerufen wird“, sagt sein Trainer Lars Müller, der selber keinen Spitznamen hat.

(Weitere Berichterstattung zum Thema in der Samstags-Printausgabe derf Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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