Marvin Winkler (TSG Dülmen) ist der fleißigste Schiedsrichter im Kreis Coesfeld
131 Spiele in zwölf Monaten

Dülmen. Ein Spiel am Freitagabend, drei am Samstag sowie zwei noch am Sonntag. Marvin Winkler ist der fleißigste Schiedsrichter im Kreis Coesfeld. In 2017 leitete der 21-jährige Dülmener insgesamt 131 Spiele. „Im Schnitt habe ich alle zweieinhalb Tage ein Spiel gepfiffen“, so Winkler, der für die TSG Dülmen zur Pfeife greift. Dabei hat der junge Mann erst 2016 seinen Schiedsrichter-Lehrgang absolviert.

Freitag, 05.10.2018, 19:09 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 05.10.2018, 19:09 Uhr
Marvin Winkler (TSG Dülmen) zeigt den Fußballern mit seinen 21 Jahren auf dem Platz, wo es langgeht. Er war in 2017 der fleißigste Schiedsrichter im Kreis Coesfeld.
Marvin Winkler (TSG Dülmen) zeigt den Fußballern mit seinen 21 Jahren auf dem Platz, wo es langgeht. Er war in 2017 der fleißigste Schiedsrichter im Kreis Coesfeld. Foto: Primus

„Ich habe bis zur A-Jugend bei der TSG Dülmen selber Fußball gespielt. Schnell habe ich aber gemerkt, dass es für mich nicht zur ersten Mannschaft reichen wird.“ Daher habe er sich auf das Amt des Unparteiischen gestürzt. „Ein Kumpel von mir pfeift in Rorup. Er brachte mich auf die Idee.“ Mit 21 Jahren leitet Winkler Spiele der Senioren bis Kreisliga B und Jugendspiele, wie jüngst in der A-Jugend Westfalenliga, wo er in Haltern am vergangenen Wochenende auch Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder getroffen hat.

Bereut hat der junge Dülmener, der aktuell sein Fach-Abitur macht und auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle zum Industrie-Kaufmann ist, den Schritt noch nie. „Aus finanziellen Gründen rechnet sich das nicht, auch wenn wir ein paar Euro verdienen. Aber durch das Schiedsrichterwesen lernt man seine eigene Persönlichkeit besser kennen, entwickelt Selbstvertrauen.“ Das käme sicherlich auch bei potenziellen Arbeitgebern gut an.

Winkler, der Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe als Vorbild sieht, will in den ersten zehn Minuten des Spiels Grenzen setzen. „Ich versuche immer mit den Spielern zu reden, ihnen Respekt entgegen zu bringen. Ich glaube, dass man das dann auch entsprechend zurückbekommt.“ In den zahlreichen Spielen musste Winkler natürlich auch schon mal die Rote Karte zücken. „Aber die Menge zähle ich nicht.“ Ihm sei wichtig, das Spiel gut über die Bühne zu bringen.

(Das komplette Sportrait lesen Sie in der Samstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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