Leckereien bis Medikamente
Urlaubsbetreuung für Papagei muss genau geplant werden

Ein Vogel lässt sich schlecht mit in den Urlaub nehmen. Da bleibt oft nur die Möglichkeit, sich eine Betreuungsperson zu suchen. So sollte sie am besten auf die Zeit mit dem gefiederten Freund vorbereitet werden:

Freitag, 24.05.2019, 05:03 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 05:06 Uhr
Wer als Urlaubsvertretung für den Papagei einspringt, sollte mehrmals täglich nach dem Vogel sehen und Wasser sowie Frischkost wechseln.
Wer als Urlaubsvertretung für den Papagei einspringt, sollte mehrmals täglich nach dem Vogel sehen und Wasser sowie Frischkost wechseln. Foto: Alexander Heinl

Breckerfeld (dpa/tmn) - Wer die Urlaubsbetreuung für gefiederte Haustiere von Freunden oder Familienangehörigen übernimmt, sollte die Vögel bereits durch Besuche kennen. Dann werden die Tiere nicht mit fremden Personen konfrontiert, erklärt Papageien-Expertin Diana Eberhardt.

Die Buchautorin aus Breckerfeld bei Hagen hält auch Vorkenntnisse über die Haltung von Vögeln für jede Urlaubsbetreuung für erforderlich. «Da die Vögel in der heutigen Zeit meist in großen Volieren gehalten werden und deren Transport so gut wie unmöglich ist, kommt auch nur eine Urlaubsbetreuung daheim beim Besitzer infrage», sagt Eberhardt. Das sei für die Tiere ohnehin mit weniger Stress verbunden als ein temporärer Umzug - und schon gar nicht in einem Rundkäfig, wie es früher mal üblich war.

Wer sich als Vertretung engagieren lässt, muss genug Zeit einplanen. «Er sollte mehrmals täglich nach dem Rechten sehen und das Wasser sowie Frischkost, die schnell verdirbt, wechseln», so Eberhardt. Sie regt auch eine Überwachungskamera an, die über das Internet vom Smartphone aus gesteuert werden kann.

Um das Vertrauen der Papageien oder Wellensittiche zu gewinnen, gelte das Motto: Liebe geht durch den Magen. Eberhardt empfiehlt Lieblingsleckereien und viel Beschäftigung mit den Tieren.

Katzen und Hunde dürften laut der Expertin keinerlei Zugang zu den Vögeln bekommen. Und falls die Vögel Medikamente benötigen, sollte der Halter genaue Dosierungen und Art der Verabreichung notieren. Für den Notfall seien die Kontaktdaten des behandelnden Tierarztes zu hinterlegen.

«Bei Verhaltensauffälligkeiten sollte immer der Vogelhalter kontaktiert werden«, rät Eberhardt. Generell rät die Expertin: «Wer Zweifel an der Tauglichkeit seiner Urlaubsvertretung hat, sollte lieber eine gewerbliche Vogelpension in Betracht ziehen.»

Literatur:

Diana Eberhardt: Haltung von Weißbauchpapageien, Arndt-Verlag, 27,80 Euro, ISBN: 978-3-955440-48-3.

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