Tourismus
All-inclusive-Angebote - Was Urlauber erwarten dürfen

Wiesbaden (dpa/tmn) - Drinks, Snacks, ein üppiges Buffet - und von allem so viel man will! So mancher Urlauber glaubt, eine All-inclusive-Reise biete kulinarisch alles, was das Herz begehrt - und wird enttäuscht. Anspruch auf bestimmte Standards besteht meist nicht.

Freitag, 09.05.2014, 12:19 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.05.2014, 11:35 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.05.2014, 12:19 Uhr

Im All-inclusive-Urlaub müssen Gäste satt werden, aber nicht jeden kulinarischen Wunsch erfüllt bekommen. Was ein Hotel All-inclusive-Gästen zu bieten hat, ist nicht genau festgelegt. Anders als bei Voll- oder Halbpension handelt sich bei All-inclusive-Angeboten nicht um einen genormten Verpflegungsstandard, an den bestimmte Leistungen geknüpft sind, erklärt der Reiserechtler Holger Hopperdietzel , Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht.

Die Rechtsprechung der vergangenen Jahre zeigt, dass die Richter keine hohen Forderungen an ein All-inclusive-Paket knüpfen: «Die Faustregel ist: Wenn ich keine Lebensmittel hinzukaufen muss, ist es bereits All-inclusive», sagt Hopperdietzel. Drei Hauptmahlzeiten und eine kleine Auswahl an alkoholfreien Getränken und alkoholischen Drinks aus dem regionalen Handel - viel mehr dürfen Reisende nicht erwarten. Bekommen sie auf einer Nilkreuzfahrt etwa ägyptisches statt deutsches Bier serviert, gibt es also keinen Grund zur Klage.

Auf Marken-Cola, international vertriebene Spirituosen oder Speisen à la carte haben sie nur einen Anspruch, wenn der Reiseveranstalter ein entsprechendes Angebot in seinem Katalog beworben hat. «In erster Linie sind All-inclusive- und auch die neuen, sogenannten Ultra-All-inclusive-Angebote Marketing-Gags», erklärt Hopperdietzel. «Einklagbar ist aber immer nur die Leistung, die im Reisevertrag vereinbart ist.»

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